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Was wurde eigentlich aus den Wildtierkorridoren?

Verbände mahnten nach überfahrenen Luchsen erneut sichere Querungen an.
IMAGO/CHROMORANGE)Wildkatze, Luchs, Rothirsch und Wolf haben in Baden-Württemberg ein Problem, das Menschen gut kennen: Man kommt nicht überall durch. Seit 2010 gibt es dafür den Generalwildwegeplan. Er soll Waldlebensräume verbinden und zeigen, wo Tiere zwischen Schwarzwald, Schwäbischer Alb, Odenwald und Nachbarländern noch wandern können.
Nicht nur Schutzgebiete zählen, sondern auch die Wege dazwischen. Korridore sollen verhindern, dass Straßen, Siedlungen, Gewerbegebiete und Bahntrassen Lebensräume endgültig in Inseln zerlegen. Im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz ist der Plan inzwischen als Grundlage für den Biotopverbund verankert. Der Generalwildwegeplan wird derzeit überarbeitet; laut Wildtierportal geht es um eine Aktualisierung angesichts veränderter Landschaft, neuer Daten und neuer Infrastruktur. Parallel listet das Bundesprogramm Wiedervernetzung Abschnitte in Baden-Württemberg, an denen Querungshilfen helfen sollen.
Während der Plan Tiere verbinden soll, wird der Raum dafür nicht größer. Das Land beschreibt Korridorabschnitte unter 1000 Metern Zielbreite bereits als Engstellen; Verbände mahnten zuletzt nach überfahrenen Luchsen erneut sichere Querungen an. Der Wildtierkorridor lebt also noch – aber manchmal muss er selbst erst über die Straße kommen.