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Immobilien

Stuttgart will Kaufhaus zur Verwaltungszentrale umwandeln

Die Landeshauptstadt stellt die Neuordnung der kommunalen Innenstadt-Immobilien dem Gemeinderat zur Abstimmung. Es geht dabei auch um die Zukunft eines Kaufhof-Gebäudes.
Eckgebäude mit Glasfassade, Menschen und Fahrräder auf der Straße.

Das Kaufhof-Gebäude in der Stuttgarter City soll Verwaltungszentrum werden.

IMAGO/Arnulf Hettrich)

Stuttgart. Mittlerweile ist der Sparhaushalt der Landeshauptstadt für die Jahre 2026 (Volumen 5,2 Millionen) und 2026 ( 5,4 Milliarden Euro) vom Regierungspräsidium genehmigt worden. Im selben Atemzug, mit dem Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) im Oktober 2025 Schuldenaufnahme, Bettensteuer und höhere Kindergartengebühren als Reaktion auf wegfallende Gewerbesteuereinnahmen angekündigte, stellte er auch seine Ideen zur Arrondierung der kommunalen Immobilien in der Innenstadt vor. Noch vor der Sommerpause soll das Immobilien-Paket den Gemeinderat beschäftigen, wie die Stadtverwaltung jetzt angekündigt hat.

Kaufhaus in der City wird zum Bürogebäude

Demnach sollen das mittlerweile leer stehende Kaufhof-Gebäude Ecke Eberhard-/ Steinstraße sowie das benachbarte Parkhaus zu einem neuen Verwaltungszentrum umgebaut werden. Besonders publikumsträchtige Verwaltungsdienstleistungen würden dort abgewickelt. Die Stadt hatte das Eigentum des Grundstücks erworben, nachdem Immobilienunternehmer René Benko insolvent wurde. 

Das ehemalige Kaufhausgebäude sollte die Dependance der Bundesbank aufnehmen, was allerdings gescheitert ist. Auch die Idee, ein Haus der Kulturen zu etablieren, hat nicht geklappt: Der Stadt fehlt das Geld. Nun also der Verwaltungsbau. Die Idee kommt bei der SPD und der CDU gut an, beide hatten bereits ähnliche Forderungen wie Nopper formuliert. Allerdings dürfte sich die Diskussion im Gemeinderat noch vor der Sommerpause wohl die Belebung der Innenstadt drehen, denn nach Büroschluss könnte es an der prominenten Ecke in der City allzu ruhig werden.

Ehemaliges Bankgebäude bekommt neue Aufgabe

Einen neuen Standort gibt es auch für das Stadtplanungs- und das Ausländeramt. Das ehemalige Gebäude der Landesgirokasse bei der Liederhalle dafür umgebaut. Mit der Fertigstellung sei im zweiten Quartal 2027 zu rechnen. Das Gebäude wird zunächst gemietet, soll aber durch die Stadt später erworben werden.

Außerdem will die Stadt drei Gebäude in der Innenstadt verkaufen, das bekannteste dürfte der historische Graf-Eberhard-Bau in der gleichnamigen Straße sein. Die Gebäude werden als sanierungsbedürftig beschrieben und sollen nach einer Erneuerung Büro- oder Wohnzwecke dienen. Auch die Verlängerung des Stuttgarter Rathauses entlang der Rathauspassage werde mittelfristig erneuert. Diese Gebäude aber bleiben im Eigentum der Landeshauptstadt.

Mitarbeiter sollen sich die neuen Arbeitsplätze teilen

Damit ist auch die Planung rund um die alte Bahndirektion vis-à-vis des Hauptbahnhofs vom Tisch. Stattdessen sollen sich die Bediensteten die offenbar rarer werdenden Arbeitsplätze teilen; dies sei mit dem Gesamtpersonalrat besprochen und der Homeoffice-Situation angepasst.

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