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Durchgangsbahnhof

Nopper zu Stuttgart 21: „Die Ausführung entwickelt sich zu einem Fiasko“

Die Berichte über eine mögliche weitere Verschiebung der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf Ende 2031 sorgen für scharfe Kritik aus dem Stuttgarter Rathaus. Oberbürgermeister Frank Nopper fordert von der Deutschen Bahn Transparenz über die Ursachen der Verzögerungen und einen realistischen Zeitplan für die Fertigstellung.
Mann im Anzug hinter Mikrofon, Hintergrund unscharf.

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper bei der Sondersitzung des Lenkungskreis Stuttgart 21 im vergangenen Jahr.

dpa/Arnulf Hettrich)

Stuttgarts Oberbürgermeister spricht von einer Hiobsbotschaft für Stuttgart und für das Projekt Stuttgart 21 – wenn die Spekulationen zutreffen. Offiziell bestätigt hat die Bahn die Medienberichte noch nicht, wonach der Durchgangsbahnhof fünf Jahre später als gedacht, Ende 2031, in Betrieb gehen soll. 

Die Idee von Stuttgart 21 bleibe großartig – „die Ausführung entwickelt sich offenbar zu einem Fiasko“, teilte Nopper am Dienstag mit. Bereits in einer früheren Sitzung des Lenkungskreises Stuttgart 21 habe er gegenüber der Bahn deutlich gemacht, dass er bei weiteren Verzögerungen nicht nur ungeduldig, sondern auch ungemütlich werden würde. Dieser Punkt sei nun erreicht. Von der neuen Bahn-Chefin Evelyn Palla forderte er eine umfassende und transparente Aufarbeitung der Probleme. Sie müsse offenlegen, welche Fehler gemacht worden seien, aus welchen Gründen diese entstanden seien und welcher Zeitplan für die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 tatsächlich realistisch sei.

Nopper: Großprojekte erfolgreich zum Abschluss bringen

Der Oberbürgermeister verwies darauf, dass viele Menschen inzwischen sowohl an der Deutschen Bahn als auch an der Fähigkeit Deutschlands zweifelten, große Infrastrukturprojekte erfolgreich umzusetzen. Die Bahn müsse diese Zweifel nun widerlegen und beweisen, dass sie Großprojekte erfolgreich zum Abschluss bringen könne.

Zugleich forderte er, alles dafür zu tun, dass Stuttgart nicht dauerhaft mit einem nicht enden wollenden Jahrhundertprojekt verbunden werde. Darüber hinaus müsse die Bahn die Belastungen durch die Baustelle für die Menschen in Stadt und Region so schnell wie möglich verringern. Insbesondere die Wegeführung am Hauptbahnhof müsse rasch verbessert werden.

Gleichzeitig äußerte sich der Oberbürgermeister positiv über die neue Bahn-Chefin. Er habe den Eindruck, dass Evelyn Palla die anstehenden Aufgaben mit der notwendigen Transparenz und Entschlossenheit angehe.

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