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Tennis-Turnierdirektor kritisiert Stadt Stuttgart

Oberbürgermeister Frank Nopper schaute sich das Endspiel zwischen den beiden US-Profis Ben Shelton und Taylor Fritz bei den Boss Open an.
dpa/Baumann/Julia Rahn)Stuttgart. Turnierdirektor Edwin Weindorfer fordert von der Stadt Stuttgart ein stärkeres Engagement für das Rasen-Tennisevent auf dem Weissenhof. „Meine Kritik erfolgt nur deswegen, weil ich weiß, was die anderen Städte in Europa für solche Events bezahlen“, sagte Weindorfer, der das Turnier mit seiner Vermarktungsagentur emotion veranstaltet. „Da ist die Stadt Stuttgart für mich absolutes Schlusslicht.“
Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) schaute sich das Endspiel zwischen den beiden US-Profis Ben Shelton und Taylor Fritz bei den Boss Open an. Im Rahmen des Besuchs wollten die Organisatoren ein Gespräch mit ihm führen.
Weindorfer spricht von „Werbewert von über 20 Millionen“
Die Unterstützung müsse nicht so hoch sein wie in Städten wie Hamburg und München, meinte Weindorfer. Es sei ihm wichtig, „ein faires Gespräch“ zu führen und in der Stadt Stuttgart, „wo wir einen Werbewert von über 20 Millionen allein medial einspielen“, geschätzt zu werden, so der Turnierdirektor.
Auf Anfrage der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ hatte Oberbürgermeister Nopper in der Turnier-Woche auf die Kritik von Weindorfer reagiert. Das Tennis-Turnier habe eine starke Imagewirkung für die Stadt, sagte Nopper zwar, „aber in schwierigen Zeiten, in denen in nahezu allen Bereichen Streichungen vorgenommen werden mussten, konnten wir dieses Turnier leider nicht vor spürbaren Kürzungen verschonen“. Was im Umfeld „ohne größeren finanziellen Einsatz“ möglich sei, werde man möglich machen. (dpa/lsw)