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Residenzschloss Urach wird nach umfassender Sanierung neu eröffnet

Die Sanierung macht das Residenzschloss Urach barrierefrei und schafft zeitgemäße Bedingungen für seine Nutzung.
Ralf Schick)Stuttgart/Bad Urach. Seit Anfang 2024 wurde die ehemalige Residenz umfassend saniert und gleichzeitig konzeptionell neu aufgestellt . „Vermögen und Bau Tübingen führte die bauliche und technische Sanierung und die restauratorischen Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege durch“, wie die Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) vorab mitteilten. Im Mittelpunkt standen demnach ein zeitgemäßer Brandschutz, Barrierefreiheit und Energieeinsparung sowie die sichere Nutzung des Schlosses als Veranstaltungsort.
„Als gebürtiger Uracher schlägt mein Herz heute ganz besonders hoch“, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir . Mit der erfolgreichen Sanierung schlage man eine Brücke von der Geschichte der Grafen von Württemberg-Urach hinein in die Gegenwart, ergänzte der Ministerpräsident. „So bleibt dieses kostbare Juwel der Schwäbischen Alb für alle Generationen – und ganz besonders für die Menschen, die hier leben – offen, barrierefrei und durch innovative, interaktive Vermittlungskonzepte auf ganz neue Weise erlebbar“, betonte Özdemir.
Ein lebendiger Ort der Landesgeschichte
„Das Residenzschloss Urach erzählt ein wichtiges Kapitel württembergischer Geschichte. Es ist ein lebendiger Ort der Landesgeschichte und verknüpft Vergangenheit und Gegenwart miteinander“, sagte Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr MdL.. Durch die Sanierung bewahren wir dieses Monument und machen es mit einem neuen Ausstellungs- und Nutzungskonzept für alle erlebbar. Die Gäste dürfen sich auf ein wirklich schönes Schlosserlebnis freuen“, sagte Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr (Grüne).
Insgesamt wurden rund 12,8 Millionen Euro in die Baumaßnahmen und rund 1,8 Millionen Euro in das neue Präsentationskonzept investiert. „Mit den abgeschlossenen Maßnahmen bewahren wir das Residenzschloss dauerhaft und schaffen zeitgemäße Bedingungen für seine Nutzung“, betonte Andreas Hölting, Direktor von Vermögen und Bau Baden-Württemberg.
Eine neukonzipierte Dauerausstellung rückt die Geschichte des Schlosses und des Hauses Württemberg in den Mittelpunkt. Historische Exponate wurden durch interaktive Stationen, Hörangebote, Animationen und digitale Medien ergänzt. Neue Forschungsergebnisse aus den Restaurierungsarbeiten und bislang nicht öffentlich gezeigte Objekte eröffnen zusätzliche Einblicke in die Geschichte des Schlosses.
„Die Schließzeit war eine Chance, das Residenzschloss neu zu denken“, so Patricia Alberth, SSG-Geschäftsführerin. „Wir wollen unsere Gäste nicht nur durch das Schloss führen, sondern sie in seine Geschichte eintauchen lassen“, ergänzte Alberth.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Menschen, die das Schloss geprägt haben. So begleiten fünf Frauen aus dem Haus Württemberg die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung und eröffnen neue Perspektiven auf Herrschaft, Hofleben und Repräsentation. Zu den Höhepunkten zählen auch das Prunkbett, das Epitaph des Grafen Heinrich, das sogenannte Uracher Wildschwein sowie die barocken Prunkschlitten aus den Sammlungen des Landesmuseums Württemberg.
Mit der Wiedereröffnung erhält nach SSG-Angaben auch der historische Palmensaal eine neue Funktion. Künftig wird er für Konzerte, Lesungen, Sonderausstellungen und weitere Veranstaltungen genutzt. Auch der Schlossgarten ist Teil des neuen Besuchskonzepts und vermittelt Aspekte der Gartenkultur des 15. Jahrhunderts.
In neuen Räumen können Schulklassen, Familien und Kindergruppen das Residenzschloss mit altersgerechten Programmen entdecken. Am Eröffnungswochenende lädt das Residenzschloss mit Living-History-Darstellungen, Führungen und weiteren Angeboten zum Entdecken ein.