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Keine Einigung

Freie Waldorfschule Dachsberg muss schließen

Eine außergerichtliche Einigung kam nicht mehr zustande. Das Regierungspräsidium bleibt bei der Entscheidung, die Waldorfschule Dachsberg zum Schuljahresende zu schließen.
Holzgebäude mit rotem Dach, Fahrrad davor, Bäume und Pflastersteine im Vordergrund.

Blick auf ein Gebäude der Freien Waldorfschule Dachsberg. Nach dem Willen des Regierungspräsidiums Freiburg soll die Schule zum Ende des Schuljahres 2025/2026 schließen. Gründe sind demnach Unzuverlässigkeit des Schulträgers, mangelhafte Durchführung von Abschlussprüfungen, Verletzungen der Aufsichtspflicht sowie Verstöße bei Hygiene, Brand- und Arbeitsschutz.

dpa/Valentin Gensch)

Dachsberg. Die Freie Waldorfschule Dachsberg im Kreis Waldshut muss schließen. Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hält an der Schließung zum 31. Juli fest und nimmt die zuvor auf Eis gelegten Gerichtsverfahren gegen den Trägerverein wieder auf, wie die Behörde mitteilte. Ein Weiterbetrieb sei mit Hinblick auf das Wohl der rund 200 Schülerinnen und Schüler nicht zu vertreten.

Hintergrund der Entscheidung ist die dem RP zufolge „weiterhin bestehende Unzuverlässigkeit“ des Trägervereins der Schule. Seit dem Frühjahr 2025 stehe die Schulaufsicht nach „einer Vielzahl“ von Beschwerden von Schülern, Eltern und Lehrkräften mit der Schule in Kontakt. Trotz mehrfacher Gelegenheiten zur Mängelbeseitigung seien dem RP nach eigenen Angaben teilweise falsche Unterlagen vorgelegt worden. Mängel betrafen demnach die Durchführung von Abschlussprüfungen, die Qualifikation von Lehrkräften und Verletzungen der Aufsichtspflicht.

Weiterführen des Schulbetriebs sei nicht vertretbar

Das RP hatte deshalb Ende Juni mitgeteilt, dass es die Genehmigung der Schule widerrufen habe. Beide Seiten hatten sich zwischenzeitlich auf eine Gesprächspause geeinigt und das Verfahren beim Verwaltungsgericht Freiburg ruhend gestellt. Die Schule teilte zuletzt mit, viele Mängel seien beseitigt und nötige Strukturen für einen genehmigungsfähigen Betrieb geschaffen worden.

Doch das Regierungspräsidium zieht nun einen Schlussstrich: Echte Verhaltensänderungen im Schulbetrieb oder in der Kommunikation des Trägervereins seien nicht erkennbar. Aktuell gebe es unter anderem erneut Unregelmäßigkeiten bei Zeugnissen, so das RP: Pflichtfächer wie Physik, Geschichte und Geografie sollen teilweise gar nicht oder nicht im erforderlichen Umfang unterrichtet worden sein und in den Zeugnissen gefehlt haben.

„Ein Weiterführen des Schulbetriebs ist vor diesem Hintergrund nicht vertretbar“, hieß es von Regierungspräsident Carsten Gabbert. Der Trägerverein hatte gegen den Widerruf der Schulgenehmigung geklagt – die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg steht noch aus. Die Schulverwaltung begleite den Wechsel der betroffenen Schüler an andere Schulen. (dpa/lsw)

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