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Organisationen fordern neue Konzepte für die Altkleidersammlung

Überfüllte Container sorgen für Beschwerden und Handlungsdruck in den Kommunen.
David Ebener)Rottenburg-Stuttgart/Essen. Die Sammelorganisation Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart und ihr Dachverband FairWertung appellieren an Städte, Gemeinden und Landkreise, neue Alttextil-Sammelkonzepte zu entwickeln. Erforderlich sei ein flächendeckendes Netz gut erreichbarer Sammelstellen, das gemeinsam mit gemeinnützigen Organisationen aufgebaut werde, teilten die Verbände am Freitag mit.
Nach Angaben der Organisationen ziehen sich derzeit zahlreiche Städte und Gemeinden aus der öffentlichen Alttextilsammlung zurück . „Sie kündigen bestehende Sondernutzungserlaubnisse, erteilen keine neuen Genehmigungen mehr oder untersagen die Aufstellung von Altkleidercontainern im öffentlichen Raum grundsätzlich“, heißt es weiter.
Überfüllte Container setzen Kommunen unter Druck
Damit reagierten die Kommunen auf eine akute Problemlage: Überfüllte Container und illegale Beistellungen sorgten für Beschwerden und erhöhten den Handlungsdruck. „Aber statt die Ursachen mit angepassten Sammelkonzepten anzugehen, schaffen manche Kommunen die öffentliche Alttextilsammlung faktisch ab“, heißt es in der Mitteilung.
Seit dem 1. Januar 2025 gilt die Pflicht, Alttextilien getrennt von anderen Abfällen zu sammeln. Nach Auffassung von FairWertung kann diese gesetzliche Vorgabe nur dann dauerhaft umgesetzt werden, wenn den Bürger ausreichend viele, gut erreichbare und zuverlässig betreute Abgabemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Der Verweis auf einen oder wenige Wertstoffhöfe innerhalb eines Landkreises wird diesem Anspruch nicht gerecht.