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Jubiläumsfeier erinnert an eine Radsport-Legende

Am 28. August vor 60 Jahren schrieb der Radsportler Rudi Altig deutsche Sportgeschichte und fuhr auf dem Nürburgring zum Straßenrad-Weltmeister.
Technik Museum Sinsheim)Sinsheim/Mannheim. Vor genau 60 Jahren schrieb der gebürtige Mannheimer Rudi Altig ( 18. März 1937 bis 11. Juni 2016) deutsche Sportgeschichte: Am 28. August 1966 fuhr Altig auf dem Nürburgring zum Straßenrad-Weltmeister und wurde zu einer der prägenden Persönlichkeiten des deutschen Radsports.
Mit knapp 15 Jahren bestritt Altig seine ersten Rennen für den RRC Endspurt Mannheim und erzielte 1952 bei einem Querfeldeinrennen seinen ersten Sieg. 1953 wurde er deutscher Juniorenmeister auf der Straße, danach konzentrierte er sich auf den Bahnradsport.
Einer der erfolgreichsten Radsport-Athleten
Zu seinen Titeln zählen außerdem vier deutsche Bahnmeisterschaften und der Gewinn des Weltmeistertitels in der Einerverfolgung bei den Bahnweltmeisterschaften 1959. Rudi Altig gehört als Weltmeister auf Bahn und Straße, Sieger der Vuelta a España, Gewinner des Grünen Trikots der Tour de France sowie der Klassiker Mailand–Sanremo und Flandern-Rundfahrt zu den erfolgreichsten Athleten seiner Generation.
Anlässlich des 60. Jahrestags seines Straßen-Weltmeistertitels und zehn Jahre nach seinem Tod lädt Joachim Faulhaber am Freitag, 28. August 2026, zu einem öffentlichen Jubiläumstag in die „Rudi-Altig-Ausstellung“ inmitten seiner Rennrad-Sammlung im Technik Museum Sinsheim ein.
Zahlreiche Weggefährten, ehemalige Profis und Radsportlegenden kommen zusammen, um das Lebenswerk des Ausnahmesportlers zu würdigen, wie das Museum mitteilte. Neben einer Talkrunde erwartet die Besucher auch eine Autogrammstunde mit zahlreichen Radsportgrößen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im regulären Museumseintritt enthalten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Angekündigt haben sich unter anderem Deutschlands bislang einziger Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich, das ehemalige Tour-de-France-Idol Didi Thurau, Friedensfahrt-Legende und zweifacher Weltmeister Täve Schur sowie Olympiasieger Olaf Ludwig.
„Er war nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Radrennfahrer, sondern vor allem ein Mensch, der den Radsport mit Herz, Leidenschaft und Fairness gelebt hat“, sagt Veranstaltungsorganisator Faulhaber.Der dauerhafte Ausstellungsbereich in Halle 1 des Technik Museum Sinsheim präsentiert mehr als 60 historische Rennräder aus allen Epochen, darunter das Original-Rennrad von Jan Ullrichs Tour-Siegerjahr 1997 sowie Exponate der Radsport-Legenden Miguel Indurain und Sean Kelly.
Das Event beginnt mit einem Rundgang durch die Ausstellung. Danach folgt eine Talkrunde mit den anwesenden Radsportgrößen und eine Autogrammstunde.
Prominente Gäste führen durch das Programm
Durch den Nachmittag führen den Angaben zufolge zwei ausgewiesene Kenner des Radsports: Klaus Angermann, der über Jahrzehnte für ZDF und Eurosport von den wichtigsten Radrennen der Welt berichtete, sowie Hans Kuhn, deutscher Amateur-Straßenmeister von 1971. (rik/sta)