Mehr Sprachförderung an Schulen: Stufenplan bis 2031 steht

Baden-Württemberg baut die Sprachförderung an den Schulen im Land schrittweise aus.
IMAGO/Zoonar.com/BENIS ARAPOVIC)Stuttgart. Die Förderung der deutschen Sprache an den Schulen in Baden-Württemberg wird in den kommenden Jahren schrittweise ausgeweitet. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag hervorgeht, sollen bis zum Schuljahr 2030/2031 alle allgemeinbildenden Schulen im Land ein Konzept zur sogenannten „Durchgängigen Sprachbildung“ umsetzen.
Zum Start des Schuljahres 2026/2027 steigen zunächst 107 weiterführende Schulen sowie 204 Grundschulen und sonderpädagogische Bildungszentren in das Programm ein. Das Kultusministerium begründet den gestaffelten Hochlauf mit den Kapazitäten beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), das die Einrichtungen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung begleitet und Lehrkräfte fortbildet. Ab 2027 soll das Thema zudem fest im Vorbereitungsdienst für angehende Lehrkräfte verankert werden.
Beherrschen des Deutschen Voraussetzung für Schulerfolg
Ziel der Initiative ist es, Schüler über alle Schularten und Fächer hinweg kontinuierlich in ihren sprachlichen Fähigkeiten zu unterstützen. Nach Auffassung der Landesregierung ist die Beherrschung der Bildungssprache Deutsch eine entscheidende Voraussetzung für den Schulerfolg und das Erreichen eines qualifizierenden Abschlusses.
Darüber hinaus weist die Ministeriumsantwort aktuelle Zahlen zum muttersprachlichen Zusatzunterricht aus, der von den Generalkonsulaten verschiedener Herkunftsländer eigenverantwortlich organisiert und vom Land bezuschusst wird. Im Schuljahr 2025/2026 nahmen daran landesweit 26.893 Schüler teil. Der mit Abstand größte Anteil entfiel mit 57,3 Prozent (15.396 Teilnehmer) auf den türkischen Herkunftsunterricht, gefolgt von Italienisch (13,9 Prozent) und Griechisch (8,9 Prozent). (epd)