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ADAC-Umfrage 

Jedes vierte Grundschulkind wird regelmäßig mit dem Auto zur Schule gebracht

Elterntaxis sorgen vielerorts für Kritik und sind dennoch Alltag an deutschen Grundschulen. Eine Mehrheit der Eltern hält das Verkehrsaufkommen vor den Schulen für zu hoch und sieht darin ein Sicherheitsrisiko.
Verkehr überfüllte Straße, Menschen mit Fahrrädern, geparkte Autos, Durchfahrtsverbotsschilder.

Seit Beginn der Befragungen im Jahr 2023 hat sich der Anteil der Elterntaxis kaum verändert. Hier die Verkehrssituation vor einer Hamburger Schule.

picture alliance / ABBfoto)

München. Trotz der Kritik an Elterntaxis wird fast jedes vierte Grundschulkind mehrmals pro Woche mit dem Auto zur Schule gebracht und wieder abgeholt. Das zeigt die Eltern-Umfrage „Sicherer Schulweg“ der ADAC-Stiftung. Gleichzeitig halten 61 Prozent der Eltern das Verkehrsaufkommen vor Schulen für zu hoch, 58 Prozent sehen dadurch gefährliche Situationen entstehen.

In den ersten beiden Klassen gehen 58 Prozent der Kinder an mindestens drei Tagen pro Woche zu Fuß zur Schule. Zwölf Prozent nutzen regelmäßig das Fahrrad, sechs Prozent den Tretroller. 25 Prozent werden von ihren Eltern gefahren.

Für viele Familien ist der Fahrdienst nach eigener Einschätzung jedoch notwendig. Als Gründe nennen Eltern vor allem Anschlusstermine der Kinder, schlechtes Wetter sowie die Verbindung mit dem eigenen Arbeitsweg oder Erledigungen. Zwei Drittel der Eltern, die ihre Kinder regelmäßig fahren, sehen deshalb keine praktikable Alternative.

Kommunen sind gefordert, die Verkehrssituation vor Schulen zu verbessern

Die ADAC-Stiftung rät, nach Möglichkeit auf das Elterntaxi zu verzichten. Zu Fuß gehen, Radfahren oder Rollern fördere Bewegung, Selbstständigkeit und soziale Kontakte. Zugleich seien Kommunen und Schulträger gefordert, die Verkehrssituation vor Schulen zu verbessern, etwa durch sichere Geh- und Radwege, Halteflächen abseits der Eingänge, Schülerlotsen und gegebenenfalls Halteverbote.

Seit Beginn der Befragungen im Jahr 2023 hat sich der Anteil der Elterntaxis nach Angaben der Stiftung kaum verändert. An weiterführenden Schulen sinkt er dagegen deutlich: Dort werden nur noch neun Prozent der Kinder regelmäßig mit dem Auto gebracht.

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