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Training für Krisen – Kliniken im Land sollen Ernstfall üben

Krankenhäuser in Baden-Württemberg sollen künftig regelmäßig den Ernstfall proben. Die 69 Traumazentren trainieren unter anderem den Umgang mit Massenverletzten, IT- und Stromausfällen sowie Hitzewellen.
dpa/Sylvio Dittrich)Stuttgart. Um auf Krisenfälle vorbereitet zu sein, sollen bestimmte Krankenhäuser in Baden-Württemberg in den kommenden zwei Jahren mindestens zwei größere Übungen durchführen. Das Land stelle den Landkreisen dafür 5,2 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) in Stuttgart.
Traumazentren sollen Krisenfälle regelmäßig üben
Konkret sollen die 69 Traumazentren im Land gemeinsam mit den Gesundheitsämtern und den Kommunen bestimmte Krisenfälle wie einen Massenanfall von Verletzten, einen IT-Ausfall, einen Stromausfall oder eine Hitzewelle trainieren. Als Traumazentren werden Kliniken bezeichnet, die rund um die Uhr Schwerverletzte aufnehmen können. Eine Übung soll bis Ende 2027 durchgeführt worden sein, eine zweite bis Ende Oktober 2028.
„Wir wollen dafür sorgen, dass im Ernstfall alle Beteiligten wissen, was zu tun ist“, erklärte Hildenbrand das Ziel der Übungen. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie schnell die Kliniken an ihre Grenzen kommen könnten, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne). Deswegen müsse der Ernstfall geübt werden.
BOS-Tag 2026
Der BOS-Tag des Staatsanzeigers steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kritische Infrastruktur schützen“. Unter anderem spricht Bernd Calaminus, Leiter Business Resilience bei der EnBW. Er zeigt, wie Unternehmen Krisen- und Notfallstrukturen vorbereiten und welche Bedeutung abgestimmte Abläufe zwischen Versorgern und Behörden haben. Die Veranstaltung findet am 19. November im Landratsamt Rastatt statt. Eine Teilnahme ist vor Ort sowie online möglich. Programm und Anmeldung finden Sie online hier . (dpa/lsw)