Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Was wurde eigentlich aus der LAN-Party?

Jugendliche spielen Computerspiele anlässlich einer Lan-Party in Frankfurt am Main Im Jahr 2003.
IMAGO / Heike Schreiber-Braun)Schwere Rechner, Röhrenmonitor, Tastatur, Maus und meterweise Netzwerkkabel: Wer um die Jahrtausendwende mit Freunden zocken wollte, musste erst einmal schleppen. Auf LAN-Partys wurden Computer in Kellern oder großen Hallen miteinander vernetzt. Gespielt wurde oft bis tief in die Nacht – etwa „Counter-Strike“, „Quake“ oder „StarCraft“. Nicht selten dauerte die Runde bis zum nächsten Morgen. Pizza und Cola gehörten fast ebenso fest dazu wie der Kabelsalat. Schlaf war Nebensache, Hauptsache das Netzwerk hielt.
LAN-Partys feiern ihr Retro-Comeback
Mit schnellen Internetanschlüssen verlor das Prinzip seinen praktischen Vorteil. Freunde konnten plötzlich bequem von zu Hause gegeneinander antreten, später machten Gaming-Plattformen und Sprachchats das Zocken über das Netz selbstverständlich. Viele LAN-Partys verloren an Bedeutung. Ausgestorben sind sie trotzdem nicht. In Freiburg wurde im September bei der „Floppy-LAN“ sogar bewusst zurückgespult: Auf den Tisch kamen ausschließlich Hardware und Spiele aus der Zeit vor 2001. Was früher nötig war, um gemeinsam spielen zu können, ist heute selbst Teil des Erlebnisses.
Vielleicht liegt gerade darin der Reiz: Niemand muss seinen PC ins Auto wuchten und Kabel entwirren. Wer es trotzdem tut, kommt nicht nur zum Spielen – sondern wegen der LAN-Party selbst.