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Was wurde eigentlich aus dem Anorak?

Gut geschützt gegen Wind und Wetter: Für Generationen von Kindern gehörte der Anorak zum Alltag – vom Schulweg bis zum Winterurlaub.
IMAGO/Michael Gstettenbauer)Wind, Regen, Schneematsch und die Kapuze fest über den Kopf gezogen: Der Anorak gehörte jahrzehntelang zur Grundausstattung für den Schulweg, Wanderungen oder Winterurlaube. Praktisch war er immer, elegant nicht unbedingt. Vor allem die Schlupfmodelle mit großer Bauchtasche wecken bis heute Erinnerungen an raschelnde und knisternde Stoffe und das etwas mühsame Hineinzwängen.
Seinen Ursprung hat der Anorak in Grönland. Das Wort geht auf das Grönländische „annoraaq“ zurück. Die Inuit entwickelten die kapuzenartige Oberbekleidung als Schutz vor Wind und Kälte; frühe Varianten bestanden unter anderem aus Tierhäuten und Fellen. In Europa wurde der Anorak im 20. Jahrhundert vor allem als Sport- und Freizeitjacke populär. Bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen rückte er stärker ins öffentliche Blickfeld.
Verschwunden ist der Anorak keineswegs. Nur sein Name steht heute weniger im Vordergrund. Outdoor-Marken verkaufen ähnliche Jacken als Windbreaker, Parka, Shell, Funktions- oder Pullover-Jacke. Und auch die Mode entdeckt den Schnitt immer wieder neu. Der Anorak hat also überlebt – nur klingt er heute ein bisschen weniger nach Schulausflug. Aus dem einstigen Zweckkleidungsstück ist nun längst ein wandelbarer Klassiker geworden.