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Immer weniger illegale Einreisen nach Baden-Württemberg

Seit September 2024 wird an allen deutschen Außengrenzen wieder kontrolliert.
IMAGO/Philipp André)Stuttgart. In Baden-Württemberg sind dieses Jahr weniger illegale Grenzüberschritte aus der Schweiz oder Frankreich registriert worden als im Vorjahreszeitraum. Bis zum 30. September dieses Jahres kamen 9804 Menschen illegal über den Landweg nach Baden-Württemberg – 4759 davon aus der Schweiz, 5045 aus Frankreich, wie die Bundespolizeidirektion Stuttgart mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 10.378 etwas mehr (4917 aus der Schweiz und 5461 aus Frankreich). Zu den Staatsangehörigkeiten der Menschen machte die Bundespolizei keine Angaben.
Auch mit Blick auf die vergangenen Jahre bis 2022 gingen die Zahlen zurück: So wurden 2025 14.220 illegale Grenzüberschritte registriert, 2024 waren es 17.381, 2023 20.475 und 2022 12.592. 2021 gab es den Angaben zufolge 4991 illegale Grenzüberschritte.
Grenzkontrollen trotz Kritik bereits dreimal verlängert
Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. Seit dem 16. September 2024 wird jedoch wieder an allen deutschen Außengrenzen kontrolliert. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies angeordnet. Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung bereits dreimal verlängert – zuletzt bis Mitte September 2026.
Von den seit Mitte September 2024 insgesamt 28.804 registrierten unerlaubten Einreisen über die Schweiz oder Frankreich nach Baden-Württemberg wurde der Großteil der Menschen – 24.162 – den Angaben zufolge unmittelbar an der Grenze zurückgewiesen oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzüberschritt zurückgeschoben.
Für 1081 der Menschen galt den Angaben zufolge eine Wiedereinreisesperre für Deutschland. 2785 der Menschen sowie 356 mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen. (dpa/lsw)