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Kultur

„Karneval der Tiere“: Was vom Leben übrig bleibt 

Staatstheater und Naturkundemuseum kooperieren
Großes historisches Gebäude aus Sandstein, Menschen spazieren davor, Bäume im Vordergrund.

Das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe

dpa/Daniel Kalker)

Karlsruhe. Was wäre, wenn der Dodo oder Stellers Seekuh noch einmal auftauchten – zumindest virtuell? Das Badische Staatstheater in Karlsruhe und das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe bringen ausgestorbene Tierarten auf die Bühne. In der XR-Produktion „Karneval der Tiere“ verbinden sich Theater, Musik und digitale Technik zu einem besonderen Erlebnis.

Die Inszenierung richtet den Blick auf das Artensterben, das die Vielfalt des Lebens zunehmend bedroht. „Wir befinden uns im sechsten großen Massensterben der Erdgeschichte“, sagt Martin Husemann, wissenschaftlicher Direktor des Naturkundemuseums. Der Dodo, ein flugunfähiger Vogel von Mauritius, und Stellers Seekuh, ein riesiges Meeressäugetier des Nordpazifiks, sind längst ausgestorben. Beide stehen für die Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur. Auch viele weniger bekannte Arten sind bereits verloren. Die Produktion will auf diese Entwicklung aufmerksam machen.

Regie, Konzept und Text verantwortet Kevin Barz, Leiter des Digitaltheaters am Staatstheater. Die musikalische Grundlage bildet Camille Saint-Saëns’ berühmter „Karneval der Tiere“ in einer neu bearbeiteten Fassung. Mithilfe von Extended Reality (XR) sollen Besucherinnen und Besucher ausgestorbene Arten entdecken und ihren Geschichten begegnen. Das Publikum erlebt die Inszenierung im Naturkundemuseum, das dafür abends nach dem regulären Betrieb seine Türen öffnet.

Premiere ist am 18. November. Danach folgen 20 weitere Termine, an denen das Museum abends öffnet. Die Produktion richtet sich an Besucherinnen und Besucher ab 14 Jahren. (ems)

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