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Sprachschnipsel

Bruddeln: Fast geräuschlos den Dampf ablassen

Zur Alltagskultur der Schwaben gehört das leise vor sich hin bruddeln - vor allem bei Männern.
Mann mit missbilligendem Gesichtsausdruck, Brezel und Teller mit Essen.

Das Bruddeln gehört jedenfalls im Schwabenland und dort nach Ansicht von Wissenschaftlern vor allem bei Männern so wie die Kehrwoche, Maultaschen oder Linsen mit Spätzle einfach zum Lebensalltag.

Fotos: Getty Images/sldssstudio via Canva.com // Fotomontage STA Wittmann)

Dieses fast kosenamenartige Wörtlein kennt im Schwabenland jeder, auch wenn viele Schwaben es unterschiedlich interpretieren: bruddeln. Es ist nur eine Art von nörgeln und nicht wirklich nörgeln. Es ist viel mehr Ausdruck einer inneren Dauerunzufriedenheit, wenn man vor sich hinbruddelt und die Welt und das Geschehen um sich im Unterton kritisiert, also meist ohne große Geräusche, laut Duden „nur halblaut vor sich hin schimpfen“.

Innere Aufwallungen, die sich entladen

Woher das Wörtlein stammt, ist nicht hundertprozentig klar. Aber es gibt deutliche Bezüge zum Wort brodeln, das innere Aufwallungen beschreibt. So wie etwa bei Vulkanen, wenn die Lava langsam aufsteigt und sich dann irgendwann entlädt. „Es ist damit ein Ventil, um Dampf abzulassen“, heißt es bei www.bedeutungonline.de. Das Bruddeln gehört jedenfalls im Schwabenland und dort nach Ansicht von Wissenschaftlern vor allem bei Männern so wie die Kehrwoche, Maultaschen oder Linsen mit Spätzle einfach zum Lebensalltag. (rik)

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