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Sprachschnipsel

Fummeln: Suchend tasten oder einfach nur präzisieren…

Die einen erröten bei diesem Wort, die anderen gebrauchen es für ihre tägliche Arbeit. Der Ursprung des Wortes 'fummeln' ist aber unklar.

„Fummeln“ bedeutet unter anderem etwas suchend zu betasten; die Wortherkunft ist unbekannt.

Pexels)

Stuttgart. Neulich im Büro: Eine Kollegin schreibt, sie werde da noch ein wenig rumfummeln und meinte damit eigentlich nur, dass sie einen Print-Text für die Online-Variante präzisieren wolle. Nichtsahnend davon las ich aber dieses Wort „fummeln“ – und merkte, wie ich leicht errötete. Denn dieses Wort kannte ich nur aus meiner Teenager-Zeit und den Aufklärungsversuchen eines gewissen Dr. Sommer in der damaligen Jugendzeitschrift Bravo. Und ich hatte es seitdem nicht mehr gehört. Doch woher kommt das Wort und welche Bedeutung hat es genau?

Sprachliche Verwandtschaft in anderen Ländern

„fummeln (…) tritt seit dem 18. Jahrhundert in hochdeutschen Texten auf. Der Ursprung des Wortes ist unklar“, heißt es auf den Internetseiten des digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache. Fummeln steht für suchend herumtasten, betasten, aber auch manchmal für „sich ungeschickt anstellen“, liest man dort. Ein anderes Wissensportal klärt auf, dass das Wörtchen im Schwedischen fumla, im Englischen to fumble und im Niederländischen fommelen sprachliche Verwandtschaft hat und meistens mit etwas „betasten“ beschrieben wird.

Egal wie: Ich muss jetzt jedenfalls nicht mehr erröten, wenn die Online-Kollegin nur die Texte „betastet“ und präzisieren will.

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