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Sprachschnipsel

Himmel, Arsch und Zwirn: Ein Fluch und Wutausbruch

Der Ausruf „Himmel, Arsch und Zwirn“ gehört zu den bekanntesten deutschen Flüchen. Woher die Redewendung stammt und welche Bedeutung ihre Bestandteile haben, zeigt ein Blick in ihre Geschichte.
Drei Personen, eine wütend, zwei besorgt, vor einem Tisch mit verstreuten Papieren.

Der Ausdruck „Himmel, Arsch und Zwirn“ steht für einen mächtigen Fluch oder Wutausbruch.

dpa/Zoonar/Dzianis Vasilyeu)

Es gibt viele derbe Ausrufe und Flüche, doch dieser hier ist schon so extrem, dass ich mich bei den Kolleginnen und Kollegen der Redaktion absichern wollte, ob ich das und vor allem jenes eine Wörtchen hier überhaupt schreiben darf. Ein ermutigendes Ja kam mir entgegen für diese doch ziemlich heftige Wortwahl vor allem bei Ärger: Himmel, (Vorsicht) Arsch und Zwirn. Ein Fluch, der nachweislich schon im Mittelalter auch als Himmel, (Vorsicht) Arsch und Wolkenbruch gebraucht wurde.

Schaut man im Netz bei den großen Erklärportalen nach, deuten alle auf die Anrufung göttlicher Schützenhilfe (Himmel) oder überirdischer Mächte (Vorsicht: Arsch), weil man einen solchen und vor allem nackten in früheren Zeiten zur Abwehr gegen das Böse einsetzte. Zwirn ist das Überwort für Fäden oder Garn. Schnürt man also alle drei Wörtlein zusammen, entsteht ein mächtiger Fluch oder Wutausbruch. Laut dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache wurde Zwirn früher einmal aber auch als Tabuwort für Sexuelles obszön gebraucht: „Eine schöne Dirn, die spinnt aus der Maßen guten Zwirn“ …

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