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Archäologie

Moderne Autobahn trifft auf historische Römerstraße

Wo künftig der neue Albaufstieg verläuft, befand sich vor rund 2000 Jahren bereits eine der wichtigsten römischen Straßen Südwestdeutschlands.
Baustelle auf Feld mit Bagger, Windräder im Hintergrund, Text: "Alb-Limes-Straße".

Die historische Alblimes-Straße wird von der zukünftigen Trasse der A8 bei Drackenstein im 90-Grad-Winkel gequert. Foto: Susanne Barthel, fodilus GmbH.

Regierungspräsidium Stuttgart)

Stuttgart. Bei Untersuchungen haben Archäologen jetzt ein Teilstück der sogenannten „Alblimes-Straße“ freigelegt, wie das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) mitteilte. Seit August 2025 betreut das LAD die Ausgrabungen von Kulturdenkmälern an der Albhochfläche. Die Untersuchungen erfolgen im Vorfeld des neuen A8-Albaufstiegs und dauern voraussichtlich bis Ende des Jahres an.

Bislang wurden rund 90 Meter der „Alblimes-Straße“ freigelegt

Die Verbindung zwischen Rottweil und Heidenheim an der Brenz wurde vermutlich unter Kaiser Vespasian angelegt. Neben den Kastellen und Siedlungen stellt die „Alblimes-Straße“ die maßgebliche Infrastruktur der im ersten Jahrhundert nach Christus neu gegründeten Provinz „Germania Superior“ dar. Sie markierte über ein Jahrhundert lang die Grenze zwischen dem römischen Imperium und dem bis dato noch freien Germanien.

Lange Zeit wurde die Existenz des „Alblimes“ nur vermutet. Erst Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert brachten den Beweis. Seitdem gilt der „Alblimes“ als Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. (sta)

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