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Professionalisierung

Geplante Ausschreibung wird Schulessen in Sindelfingen verteuern

Die Stadt Sindelfingen will die Verpflegung an ihren vier Gymnasien en bloc an einen Caterer vergeben. Das könnte für Eltern und Kommunen teurer als bisher werden.

Die Essenversorgung für alle vier Gymnasien in Sindelfingen soll an einen Caterer vergeben werden.

IMAGO/Marco Kneise)

Sindelfingen . Die Sindelfinger Stadtverwaltung wird zum ersten Mal das Mittagessen für ihre vier Gymnasien ausschreiben. Bisher wird die Zubereitung des Essens mit viel ehrenamtlicher Unterstützung in den einzelnen Einrichtungen individuell realisiert. Die Folge der europaweiten Ausschreibung: die Essensbeschaffung wird teurer – für die Stadt Sindelfingen und in der Folge möglicherweise auch für die Eltern. Für das kommende Schuljahr plant die Kommunen vorsorglich mit Mehrausgaben von 92 000 Euro. Würden die Essenspreise ab dem Schuljahr 2025/26 seitens des Caterers erhöht, müssten die Eltern die höheren Kosten übernehmen. Insgesamt plant die Stadt künftig mit 377 000 Euro an Ausgaben für das Schülermittagessen in den vier Schulen.

Der Ausschreibung , die jetzt vom Gemeinderat angestoßen wurde, ging ein Prozess voraus, der von einer externen Firma begleitet wurde und der die Ausgabe von rund 80 000 Essen pro Jahr an den vier Gymnasien professionalisieren sollte. Qualität, Zuverlässigkeit oder der Bioanteil sollten dabei eine wichtige Rolle spielen und nicht allein der Preis.

Eine Markterkundung ergab, dass sich vier Unternehmen für den Auftrag interessieren könnten. Allerdings, so heißt es in der Beschlussvorlage, bewegten sich die Preise für das Essen „in einem erwartbar hohen Bereich“. Aktuell liegen die Kosten pro Essen bei 4,70 Euro. Gleichzeitig wurde für das Vergabeverfahren im Rahmen des Prozesses ein Leistungskatalog erstellt. Unter anderem soll das Essen den „regionalen Essgewohnheiten“ gerecht werden. Auch ein vollwertiges vegetarisches Menü soll täglich angeboten werden.

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