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Die Bundesbank bleibt in Baden-Württemberg unter weiblicher Führung

Bundesbankvorstand Lutz Lienenkämper verabschiedete Patricia Staab (links) als Präsidentin der Hauptverwaltung Baden-Württemberg und führte Kathrin Schulte-Südhoff als Nachfolgerin in das Amt ein.
Jürgen Schmidt)Stuttgart. Als Präsidentin der Hauptverwaltung Baden-Württemberg der Bundesbank ist Kathrin Schulte-Südhoff schon seit Juli tätig. Doch offiziell ins Amt eingeführt wurde die Juristin erst am Mittwoch dieser Woche von Bundesbank-Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper. Gleichzeitig wurde ihre Vorgängerin Patricia Staab verabschiedet. Sie ist bereits im April in die Zentrale der Notenbank nach Frankfurt zurückgekehrt.
Neubau für die Niederlassung in Stuttgart geplant
Lienenkämper legte in Stuttgart ein klares Bekenntnis zum Bargeld ab. Dieses bleibe „ein Kernbestandteil unseres Geldsystems“. Und weil die Hauptverwaltungen in den Ländern und ihre Filialen für die Bargeldversorgung der Wirtschaft vor Ort zuständig sind, will die Bundesbank in den kommenden Jahren in Stuttgart viel investieren. Im Stadtteil Möhringen soll eine neue Filiale gebaut werden, weil die bisherige in der Innenstadt zu klein ist und die Gebäude nicht mehr zeitgemäß sind.
Die neue Stuttgarter Filiale wäre zudem für eine größere Region zuständig. Denn die Bundesbank stellt sich in der Fläche neu auf und will ihr Filialnetz bundesweit von 31 auf 23 Standorte reduzieren.
Die Hälfte der Filialen in Baden-Württemberg wird geschlossen
Im Südwesten ist die Hälfte der derzeitigen Standorte von der Ausdünnung betroffen. Schon 2028 soll die Niederlassung in Ulm geschlossen werden. Freiburg und Reutlingen sollen dann zwischen 2034 und 2039 folgen. Erhalten bleiben neben Stuttgart die Filialen in Karlsruhe und Villingen-Schwenningen.
Der Bundesbank wird im Land über ihre klassischen Aufgaben hinaus, auch eine politische Bedeutung zugesprochen. „Die Bundesbank ist ein extrem wichtiger Partner für uns in der Wirtschaftspolitik“, betonte der Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium, Michael Kleiner.