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Von Menschen abschrecken

Gentges: Wolf wird abgeschossen, falls Vergrämung misslingt

Der Wolf auf der Hornisgrinde sorgt seit Jahren für Aufsehen. Immer wieder nähert er sich Menschen und gilt als verhaltensauffällig. Die Landwirtschaftsministerin zieht einen Abschuss in Betracht.
Person mit Brille spricht gestikulierend, grauer Hintergrund.

Marion Gentges ist Agrarministerin von Baden-Württemberg.

IMAGO/Achim Zweygarth)

Seebach. Sollte der Hornisgrinde-Wolf sich weiter nicht von Menschen fernhalten, wird das Tier nach Aussage von Baden-Württembergs Agrarministerin Marion Gentges (CDU) abgeschossen. „Man versucht es jetzt nochmal mit Vergrämungsmaßnahmen „, sagte Gentges im Interview mit den „Badischen Neuesten Nachrichten“ (BNN). „Wenn das nicht gelingt, steht eben am Ende der Abschuss.

Wie vor wenigen Tagen vom Nationalpark Schwarzwald angekündigt, wolle man zunächst einen letzten Versuch starten, den Wolf umzutrainieren und von Menschen abzuschrecken. Wie lange diese Maßnahmen durchgeführt werden sollen und wann es zu der potenziellen Entscheidung eines Abschusses kommt, ließ Gentges offen. „Es gibt da keinen exakten Plan, was in so und so vielen Tagen passiert.“

Der Hornisgrinde-Wolf kommt Spaziergängern – besonders jenen mit Hunden – seit mehr als drei Jahren zum Teil zu nahe und folgt ihnen oft im Abstand von unter 30 Metern. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Rüden mit einem Sender auszustatten und zu vertreiben, hatte das baden-württembergische Umweltministerium Anfang des Jahres eine Abschussgenehmigung erteilt. Diese ist seit Mitte März, mit dem Ende der Paarungszeit, ausgesetzt. (dpa/lsw)

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