Justizministerin Gentges will Containern nicht erlauben

Zwischen Landes- und Bundespolitikern ist ein Streit über das Containern ausgebrochen. Die Fronten verlaufen zwischen der Union auf der einen und den Grünen sowie den Liberalen auf der anderen Seite.

Lebensmittel, Abfall, Mülltonne, Verschwendung, Rettung

Bildagentur-online/Schoening)

STUTTGART. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) wollen Containern legalisieren. Sie setzen sich für eine Änderung von Verwaltungsvorschriften für Strafverfahren ein. Sie wollen das Containern nur bestrafen, wenn damit auch Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung einhergehen. Baden-Württembergs Justizministerin Marion Gentges (CDU) will dagegen Menschen, die noch genießbare Lebensmittel aus Abfallcontainern holen, weiterhin bestrafen. Das teilte sie diese Woche mit.

Eine „reine Augenwischerei“ nannte Gentges den Vorschlag aus Berlin. Denn es gebe kaum Container, aus denen man etwas herausnehmen könne, ohne zugleich einen Hausfriedensbruch oder eine Sachbeschädigung zu begehen. „Leuten zu ermöglichen, in Containern nach Lebensmitteln zu wühlen, kann nicht unsere Antwort auf die großen Fragen der Lebensmittelverschwendung sein“, teilte Gentges mit. Die Justizministerin sprach sich dafür aus, die französische Regelung aufzugreifen. Dort müssen große Supermärkte mit sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten, um übrig gebliebene Produkte zu verteilen.

Soll Containern legalisiert werden?
  • Ja 71%, 141 Stimme
    141 Stimme 71%
    141 Stimme - 71% aller Stimmen
  • Nein 30%, 59 Stimmen
    59 Stimmen 30%
    59 Stimmen - 30% aller Stimmen
Stimmen insgesamt: 200
12. Januar 2023 - 19. Januar 2023
Die Umfrage ist beendet.
Peter Schwab

Peter Schwab kümmert sich um verschiedene Journale der Zeitung und arbeitet außerdem im Crossmediateam und im Ressort Kreis und Kommune. Schon während seines Jura-Studiums hat er für verschiedene Zeitungen geschrieben, später volontiert und als Lokalredakteur gearbeitet. Nach seiner Zeit als Pressesprecher hat er erneut die Seiten gewechselt und ist 2022 zum Staatsanzeiger gegangen – und damit zum guten alten Journalismus zurückgekehrt.

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