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Insolvenz

Karlsruher Kita-Träger pleite – Gehälter bleiben aus

600 Angestellte ohne Januar-Gehalt und rund 1.300 betroffene Kinder - zwei Karlsruher Kita-Träger melden Insolvenz an. Der Betrieb läuft weiter. Was nun geplant ist.
Spielplatz mit Spielhaus, Rutsche, Sandkasten, Spielzeugfahrzeugen und Klettergerüst.

Laut der Stadt Karlsruhe sind 1.350 Kita-Plätze von der Insolvenz betroffen.

IMAGO/Roland Hartig)

Karlsruhe. Ungewissheit für Eltern, Kinder und Angestellte – die beiden Karlsruher Kita-Träger Pro-Liberis und Lenitas haben Insolvenzantrag gestellt. Das sagte der Geschäftsführer der beiden Gesellschaften, Peer Giemsch. Betroffen sind mehr als 600 Beschäftigte in 18 Kitas und weiteren Einrichtungen vor allem in Karlsruhe, aber auch im Landkreis Karlsruhe und in Pforzheim .

Der Betrieb laufe weiter – die Mitarbeitenden hätten im Januar jedoch kein Gehalt bekommen, wie Giemsch sagte. Die Zahlungsunfähigkeit habe sich bereits seit Längerem abgezeichnet, man habe aber keine Lösung gefunden. Laut der Stadt Karlsruhe sind insgesamt 1.350 Kita-Plätze betroffen, davon 900 in Karlsruhe.

Beabsichtigt ist nach Giemschs Worten, mithilfe eines Insolvenzverwalters die Situation in den Griff zu bekommen, alle Betroffenen weiterzubeschäftigen und – auch nachträglich für Januar – zu bezahlen. „Die Betriebsfortführung ist im Interesse der öffentlichen Hand“, sagte Giemsch. Man sei mit allen betroffenen Kommunen im Gespräch. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden seien bis Ende März über das Insolvenzgeld gesichert, hieß es dazu auch in einer Pressemitteilung der beiden Gesellschaften.

Karlsruhe werde die Fortführung des Betriebs bestmöglich unterstützen, teilte die Stadt dazu mit. Man könne aber eine Zahlungsunfähigkeit eines privaten Trägers nicht verhindern. (dpa)

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