Kolumne Social Media in Kommunen

Social Media: Wie man eine Verbindung zur Community herstellt – Teil 2

Besondere Arten von Ereignissen wie Hochgefühl, Erkenntnis und Stolz können als Grundlage genutzt werden, um passende Inhalte für Ihre Follower zu kreieren und eine Verbindung zur Community herzustellen.

Auch mal über Hürden zu sprechen und wie man sie überwunden hat, schafft Verbundenheit zu seinen Followern. Foto: dpa/ Bildagentur-online/Blend Images | Blend Images/Mark Edward Atkinson/Tracey Lee

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STUTTGART. Im zweiten Teil stelle ich Ihnen die Ereignisse Stolz und Verbindung vor, im ersten Teil gibt es Näheres zu Hochgefühl und Erkenntnis.

1. Stolz

In Momenten des Stolzes feiern wir gemeinsam besondere Leistungen und überstandene Herausforderungen. Dies kann sich zum einen um die Anerkennung von Leistungen anderer Personen drehen, um das gemeinsame Erreichen von wichtigen Meilensteinen oder darum Mut zu demonstrieren.

Typische Beispiele: Ehrungen von ehrenamtlich engagierten Bürgern. Von langjährigen Mitarbeitern und den zugehörigen Jubiläen oder einfach nur das Dankeschön von einem Bürger, der gesehen hat, dass wir uns um sein Anliegen kümmern.

Umsetzung: Sammeln Sie alle Momente, in denen Sie stolz sein können. Gerade in der Verwaltung wird das eigene Licht gerne unter den Scheffel gestellt. „Man wird schon sehen, dass es gut ist, was wir da tun.“ Ja – das wird man. Aber die Bürger können sich viel mehr mit Ihnen freuen und Sie gemeinsam Stolz auf Ihre Stadt und Ihre Verwaltung sein, wenn Sie es auch aktiv so kommunizieren. Von der Organisation des Stadtfestes, über neue Projekte zur Digitalisierung bis hin zum ersten Reel auf Instagram.

2. Verbindung

In Momenten der Verbindung entsteht ein besonderes Gefühl der Verbundenheit. Wir fühlen uns typischerweise warm, vereint, empathisch, wahrgenommen und zugehörig.

Dafür müssen wir innerhalb einer Gruppe eine gemeinsame Bedeutung schaffen. Drei mögliche Strategien kommen dabei zum Einsatz: einen synchronen, gemeinsam erlebten Moment, eine gemeinsame Hürde oder ein gemeinsamer Sinn.

Typisches Beispiel: Man beginnt gemeinsam einen neuen Lebensabschnitt, beispielswiese Ausbildung oder Studium. Man strandet im Urlaub mit der Reisegruppe an einer Stelle und weiß zunächst nicht, wie man weiterkommt. Es gibt Hochs und Tiefs – von Frust bis Galgenhumor – aber am Ende hat man eine Geschichte zu erzählen und neue Freunde gewonnen. In Bewegungen wie Fridays for Future haben sich viele Menschen gemeinsam dem Ziel und Sinn verschrieben, die Klimapolitik der Welt aktiv mitzugestalten und für eine bessere Zukunft einzutreten.

Umsetzung: Kommunizieren Sie durchaus auch Hürden nach außen und wie Sie auftretende Probleme gelöst haben. Beispielsweise die Verlegung der Arbeit ins Homeoffice. Gehen Sie es ruhig von der humorvollen Seite an. Den meisten erging es nicht so viel anders wie Ihnen und gemeinsames Lachen stärkt ebenfalls die Bindung.

Daniela Vey

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference. In der Kolumne „Social Media in Kommunen“ des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co. Ansprechpartnerin in der Redaktion ist Pia Hemme

0711 66601-144

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