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Kommentar

Kooperation ist die beste Gebietsreform

Die Herausforderungen für Kommunen werden größer, die personellen Ressourcen knapper. Statt jede Aufgabe allein bewältigen zu wollen, braucht es mehr Mut zur Zusammenarbeit. Das nutzt Beschäftigten und Bürgern, wie das Beispiel der Ausländerbehörden zeigt.
Zwei Hände schütteln sich, Figuren mit Sprechblasen stehen auf den Armen.

Ob gemeinsame Kämmerei oder geteilte Fachämter: Nicht jede Kommune muss jede Aufgabe stemmen.

Anastasiia Torianyk)

Die Krisen der vergangenen Jahre haben eines deutlich gemacht: Verwaltungen müssen zusammenarbeiten. Gerade die Ausländerbehörden stehen seit Jahren unter Dauerbelastung. Immer neue Gesetze, steigende Fallzahlen und ein konfliktträchtiges Arbeitsumfeld führen zu hoher Fluktuation zulasten der Beschäftigten und der Menschen, die auf schnelle Entscheidungen über Aufenthalt oder Arbeitserlaubnis angewiesen sind.

Wenn Städte und Landkreise ihre Ausländerbehörden zusammenlegen, ist das deshalb kein Prestigeprojekt, sondern eine Antwort auf die Realität. Größere Einheiten bieten bessere Vertretungsmöglichkeiten, mehr Spezialisierung und mehr Effizienz.

Das Prinzip lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen. Ob gemeinsame Kämmerei oder geteilte Fachämter: Nicht jede Kommune muss jede Aufgabe stemmen. Und wer Diskussionen über Kreisreformen und Gemeindefusionen vermeiden will, muss zeigen, dass Zusammenarbeit auch ohne neue Grenzen funktioniert.

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