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Dienstverbot aufgehoben

Josefa von Hohenzollern-Emden kehrt ins Leonberger Rathaus zurück

Josefa von Hohenzollern-Emden nimmt ihre Tätigkeit als Erste Bürgermeisterin wieder auf. Die Stadt hat das im Jahr 2023 verhängte Verbot der Führung der Dienstgeschäfte aufgehoben.
Gelbes Ortsschild mit der Aufschrift: Leonberg, Große Kreisstadt, Lkr. Böblingen.

Die Stelle der Ersten Bürgermeisterin ist in Leonberg bald wieder aktiv besetzt.

Christoph Schmidt)

Leonberg. Grundlage für die Rückkehr von Hohenzollern-Emdens war eine Information des Regierungspräsidiums Stuttgart. Die Erste Bürgermeisterin wird für die Fachbereiche Jugend, Familie und Schule sowie Kultur und Sport zuständig sein, teilt die Stadt Leonberg im Kreis Böblingen mit. Das Finanzressort, das sie zuvor geleitet hatte, wurde im März per Ratsbeschluss auf Vorschlag des Oberbürgermeisters auf diesen übertragen.

Damit endet nach fast drei Jahren das von der Stadt verhängte Dienstverbot. Im Juni 2023 hatte dies der damalige Leonberger Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (SPD) gegen die damalige Erste Bürgermeisterin Josefa Schmid, heute Josefa von Hohenzollern, verhängt. Begründet wurde dies mit „gravierenden Verstößen gegen Dienstpflichten“. Seither war sie freigestellt, erhielt jedoch weiterhin ihre Bezüge.

Gericht sprach von Hohenzollern-Emden frei

Auslöser des Konflikts war unter anderem eine Dienstreise nach Berlin, bei der nachträglich Hotelkosten von 160 Euro geltend gemacht wurden. Cohn erstattete Anzeige, das Amtsgericht Leonberg sprach von Hohenzollern jedoch frei; das Berufungsverfahren wurde später ohne Auflagen eingestellt.

Trotz ihrer Freistellung kandidierte sie bei der Oberbürgermeisterwahl 2024 in Leonberg, unterlag jedoch dem Bewerber Tobias Degode (parteilos), der die Wahl bereits im ersten Wahlgang gewann. Dieser hatte nach seinem Amtsantritt im Interview mit dem Staatsanzeiger betont, dass er persönlich keinen Konflikt mit ihr habe.

Als „singende Bürgermeisterin“ in Niederbayern bekannt geworden

Die 52-jährige Josefa von Hohenzollern-Emden wurde bereits während ihrer Zeit in der niederbayerischen Gemeinde Kollnburg als „singende Bürgermeisterin“ überregional bekannt. Die Juristin und Politikwissenschaftlerin hat zuvor unter anderem mehrere Jahre beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gearbeitet. Nach ihrer Abwahl in Kollnburg wechselte sie nach Leonberg, wo sie 2021 zur Ersten Bürgermeisterin gewählt wurde.

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