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Wahl ohne Bewerber

Limbach: Amtsinhaber Weber macht doch weiter

Trotz angekündigten Rückzugs und ohne offiziellen Gegenkandidaten hat Amtsinhaber Thorsten Weber die Bürgermeisterwahl in Limbach klar für sich entschieden. Bei der ungewöhnlichen „wilden Wahl“ trugen fast 95 Prozent der Wählenden seinen Namen auf den Stimmzettel. 
Mann am Schreibtisch mit zwei Monitoren, Tastatur und Büromaterialien.

Thorsten Weber kann seine zweite Amtszeit im Limbacher Rathaus planen.

Philipp Rudolf)

Limbach. Amtsinhaber Thorsten Weber (parteilos) hat die Bürgermeisterwahl in Limbach deutlich gewonnen. Am Sonntag schrieben 94,73 Prozent der Wählenden seinen Namen in die freie Zeile. Weber gab am Wahlabend bekannt, dass er für eine zweite Amtszeit bereitsteht, obwohl er im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt hatte und deshalb nicht mehr auf dem Stimmzettel stand.

Allerdings fand sich auch kein weiterer Kandidat, weshalb es in der 4500-Einwohner-Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis eine wilde Wahl ohne offiziellen Kandidaten gab. Dennoch fiel das Votum für Weber sehr deutlich aus: Von den 3738 Wahlberechtigten machten 1989 Bürger Gebrauch von ihrem Wahlrecht. 1636 Stimmen entfielen auf Weber. 262 Stimmen waren ungültig.

Spontan-Bewerber Giovanni Deriu erhielt neun Stimmen

Spontan-Bewerber Giovanni Deriu erhielt neun Stimmen. Er war durch Bekannte auf die „wilde Wahl ohne Bewerber“ aufmerksam gemacht worden und warb im Amtsblatt für seine Wahl in freien Zeile. Außerdem erhielten 54 weitere Personen mindestens eine Stimme. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,21 Prozent.

Vor der Wahl am 1. Februar hatte der Gemeinderat geschlossen zur Wahl Webers aufgerufen. Der hatte sich vor der Abstimmung bedeckt gehalten, ob er die Wahl im Falle eines Sieges annimmt. Als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses müsse er neutral sein, betonte er.

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