Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Landratswahl

Manuel Just zum Landrat des Rhein-Neckar-Kreises gewählt

Der Weinheimer Oberbürgermeister setzte sich im ersten Wahlgang deutlich gegen seinen Mitbewerber Ralf Frühwirt (Grüne) durch und tritt sein Amt zum 1. Mai an.
Drei Männer in Anzügen halten Blumensträuße, lächelnd auf einer Bühne.

Der noch amtierende Landrat Stefan Dallinger (Mitte) mit seinem Nachfolger Manuel Just (links) und dessen Mitbewerber Ralf Frühwirt.

Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis)

Wiesloch.  Der Rhein-Neckar-Kreis hat einen neuen Landrat: Der Kreistag wählte am Dienstag in Wiesloch den parteilosen Weinheimer Oberbürgermeister Manuel Just. Im ersten Wahlgang erhielt Just 72 der 96 abgegebenen Stimmen. Auf seinen Mitbewerber Ralf Frühwirt (Grüne) entfielen 20 Stimmen, vier Kreisräte enthielten sich. Von den insgesamt 102 wahlberechtigten Kreisrätinnen und Kreisräten waren 96 anwesend. Beide Kandidaten nahmen als Kreistagsmitglieder nicht an der Abstimmung teil.

Just war als Favorit ins Rennen gegangen, nachdem er im Vorfeld die Unterstützung von CDU, Freien Wählern und FDP erhalten hatte. „Natürlich nehme ich die Wahl an. Es ist für mich ein grandioses Ergebnis“, sagte der sichtlich erleichterte Wahlsieger nach der Abstimmung. Seinem Konkurrenten dankte er für einen „sehr fairen Wahlkampf“.

Auch Frühwirt, Leimener Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, sprach von einem fairen Wettbewerb. Seine Fraktion freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Landrat. „Vielleicht werden ein paar der Ideen in die Arbeit einfließen“, sagte er mit Blick auf seine eigenen inhaltlichen Vorschläge.

Just bezeichnete sich als Kind des Rhein-Neckar-Kreises

In seiner Bewerbungsrede hatte sich der 47-jährige Just als „Kind des Rhein-Neckar-Kreises“ bezeichnet. Der Diplom-Verwaltungswirt verwies auf seine Stationen als Kämmerer in Rauenberg, Bürgermeister in Hirschberg und Oberbürgermeister von Weinheim, ein Amt, das er seit 2019 ausübt. Zu den zentralen Zukunftsaufgaben zählte er die Konsolidierung des Kreishaushalts gemeinsam mit den 54 Kreiskommunen sowie die Digitalisierung der Verwaltung. Klimaschutz bezeichnete er als „Mega-Thema“, insbesondere in der Mobilität sieht er Potenzial für CO₂-reduzierende Angebote. Im Bildungsbereich sei der Kreis gut aufgestellt, müsse sich aber weiterentwickeln.

Frühwirt: „Seien Sie mutig, überraschen Sie sich, überraschen Sie die Welt“

Frühwirt stellte einen anderen Führungsansatz in den Mittelpunkt. Er verwies auf seine jahrzehntelange Erfahrung als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker und seine berufliche Qualifikation als Erziehungswissenschaftler. Als Landrat wolle er stärker zuhören, Verwaltungshandeln transparenter machen und die Ideen der Kreisrätinnen und Kreisräte stärker einbeziehen. Den Ausbau erneuerbarer Energien versteht er nicht nur als Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch als wirtschaftliche Chance. Mit einem Augenzwinkern sagte der 64-Jährige zum Schluss an die Kreisräte gerichtet: „Sie haben die Chance, mich als den ersten einer langen Reihe von grünen Landräten zu wählen. Seien Sie mutig, überraschen Sie sich, überraschen Sie die Welt.“

Just folgt auf Stefan Dallinger

Manuel Just tritt sein Amt als Landrat am 1. Mai an. Er folgt auf Stefan Dallinger (CDU), der nach zwei Amtsperioden in den Ruhestand geht und sein Amt zum 30. April abgibt. Der Rhein-Neckar-Kreis ist mit über 558.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Landkreis in Baden-Württemberg. 

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 219 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesen Sie auch