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Marzian dreht das Duell in Eislingen, Favorit Jung siegt in Baden-Baden

Oliver Marzian (l) wird Oberbürgermeister in Eislingen/Fils, Thomas Jung übernimmt den Chefsessel in Baden-Baden.
privat/Jigal Fichtner)Eislingen an der Fils / Baden-Baden. Schon im ersten Wahlgang vor zwei Wochen zeichnete sich in Eislingen/Fils (Kreis Göppingen) ein enges Duell ab: Anja Sauer und Oliver Marzian lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Sauer lag mit 33,5 Prozent knapp vorn, Marzian folgte mit 30,5 Prozent. Die übrigen drei Bewerber blieben deutlich zurück.
Am Sonntag konnte Marzian das Blatt wenden. Mit 51,8 Prozent lag der 53-jährige Kämmerer vor Sauer, die auf 48,2 Prozent kam. Die 50-jährige Bürgermeisterin der 4000-Einwohner-Gemeinde Römerstein (Kreis Reutlingen) unterlag damit knapp. Marzian folgt auf Klaus Heininger (alle parteilos), der nicht erneut kandidiert hatte.
In der Endphase des Wahlkampfs hatte Sauer laut Medienberichten kritisiert, das Wahlamt der Stadt habe sie wegen fehlender Transparenzhinweise auf ihrer Kandidatenhomepage beim Landesdatenschutzbeauftragten gemeldet. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf aus ihrer Sicht negative Presseberichterstattung, die zeitlich mit der Briefwahlphase zusammenfiel.
Trotz ihrer Niederlage zeigte sich Sauer am Sonntag auf Facebook versöhnlich: „Ich bin hoch zufrieden mit dem Ergebnis, das ich erzielen konnte, und danke allen meinen Wählerinnen und Wählern von Herzen für ihr Vertrauen“, schrieb sie.
Wischhusen hätte sich eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht
In Baden-Baden deutete bereits vor der Stichwahl vieles auf einen Sieg von Thomas Jung hin. Er hatte den ersten Wahlgang unter acht Kandidaten deutlich für sich entschieden und konnte diesen Vorsprung nun bestätigen. Mit 57,3 Prozent setzte sich Jung gegen Lencke Wischhusen (beide parteilos) durch, die 42,7 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 42 Prozent.
„Mir haben viele das Vertrauen ausgesprochen, was mich sehr freut, aber am Ende hat es nicht gereicht“, sagte Wischhusen am Montag. Für die Unterstützung aus ihrem Netzwerk zeigte sie sich „extrem dankbar“. Die 40-jährige Unternehmerin aus Bremen hätte sich eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht. Die künftigen Aufgaben des neuen Baden-Badener Oberbürgermeisters bezeichnete sie als „gigantisch“ und wünscht Jung dafür viel Erfolg.