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OB Nopper: Wenn es dem Verlierer der Woche zu bunt wird

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper ist mit der Berichterstattung in der Bunten unzufrieden.
IMAGO/Arnulf Hettrich)Ob das Beamtendasein zu Recht als grau beschrieben wird, wollen wir gar nicht diskutieren. Hier geht es um die Bunte! Unser Lieblingsfachblatt für fundierten Tratsch hat mit einem Beitrag eine Schlüsselperson Stuttgarts in einen Graubereich gerückt und für düstere Stimmung im Chefbüro des Rathauses gesorgt: Die Bunte hat Frank Nopper zum Absteiger der Woche ernannt.
Der CDU-Politiker habe diese „Würdigung“ verdient, weil seine einst schuldenfreie Stadt bald auf einem Schuldenberg von 785 Millionen Euro sitzen werde und vor der Pleite stehe. Da wird es dem OB zu bunt mit der Bunten. Der Stuttgarter Presse vertraute er sein Unverständnis für die Einstufung an. Stuttgart mache zwar Schulden, stehe aber mitnichten vor der Pleite. Die einbrechenden Gewinne der örtlichen Automobilindustrie und damit die Gewerbesteuerausfälle habe er nicht zu vertreten. Zudem wird Nopper in der Rubrik in eine Reihe mit einem mutmaßlich korrupten Ex-Parlamentarier und dem Beckham-Sprössling Brooklyn gestellt, der seine Eltern von seinen Social-Media-Aktivitäten ausschließt. Was für ein Umfeld!
Schwarz, schwärzer, Kommunalhaushalte
Für Kultur, Soziales oder Infrastruktur sieht es in Stuttgart sicher bald schwarz aus. Der Bunten will man aber zurufen, es geht noch viel schwärzer. Andere Städte mag man gar nicht mehr anschauen. Insofern teilen wir alle, egal wo wir leben, das Schicksal Noppers als Verlierer der Woche.