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Württembergische Staatstheater

Opernsanierung: Ausweichspielstätte kommt vorerst nicht

Die Planungen für das Ausweichquartier der Stuttgarter Oper sind vorerst gestoppt. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) lässt seinen Gemeinderat erst einmal nicht über das Interim entscheiden. Grund ist die Uneinigkeit der Landesregierung. 

Das Opernhaus Stuttgart ist sanierungsbedürftig. Über das Wie entscheidet nun eine Expertenkommission.

IMAGO/Arnulf Hettrich)

Stuttgart. Die Landeshauptstadt wird vorerst nicht über das Opern-Interim entscheiden. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hat die Vorlage von der Tagesordnung des Gemeinderats genommen. Eigentlich hätte das Gremium schon vor der Sommerpause über die Ausweichspielstätte entscheiden sollen. Dort soll ab 2033 Oper und Ballett zu Hause sein, während der Littmann-Bau saniert wird.

Nachdem die Gemeinderats-CDU Einsparvorschläge für das eigentliche Sanierungsprojekt am historischen Operngebäude zur Bedingung für eine Zustimmung gemacht hatte, sollte der Beschluss über die abgespeckte Interim-Planung in der September-Sitzung fallen.

Kein Konsens bei der Regierung

Daraus wird nun auch nichts. Nopper sieht nach einem Gespräch mit der CDU-Landtagsfraktion keine Grundlage für eine Interim-Entscheidung, weil es mit den Grünen in der Landesregierung über die Sanierung und Modernisierung der Württembergischen Staatstheater (WST) keinen Konsens gebe.

Dieser soll offenbar durch eine Expertenkommission herbeigeführt werden, die von der Stuttgarter Verwaltungsspitze ausdrücklich begrüßt wird – sofern es schnell geht. „Je später wir mit der Opernsanierung beginnen, desto teurer wird sie“, sagt der für Kultur zuständige Erste Bürgermeister Fabian Mayer (CDU).

Grünen-Politiker fordert, die Planung fortzusetzen

In diesem Punkt ist sich die Rathausspitze mit der Grünen-Landtagsfraktion übrigens einig. Allerdings fordert Erwin Köhler, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion, dass es trotz der Expertenrunde keine Pause bei den Planungen geben dürfe. Die für die Sanierung zuständige Projektgesellschaft ProWST habe gezeigt, dass das auf 289 Millionen Euro Baukosten gedeckelte Interimsprojekt an den Wagenhallen, in einem Randbereich des S-21-Areals, die einzige gangbare Alternative sei.

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