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Personalie

Peter Spuhler ist nicht mehr für Heidelberger Kulturhauptstadt-Bewerbung tätig

Die Stadt Heidelberg und Peter Spuhler gehen künftig getrennte Wege. Spuhler war seit März 2023 als Beauftragter für den Bewerbungsprozess als „Europäische Kulturhauptstadt“ tätig.
Person mit Brille und grauen Haaren blickt ernst, Hintergrund aus grünen Blättern.

Peter Spuhler, damaliger Generalintendant des Badischen Staatstheaters, im Jahr 2020.

Uli Deck)

Heidelberg. Beide Seiten haben ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Bewerbung um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ einvernehmlich beendet. Spuhler war seit März 2023 als „Beauftragter für die Bewerbung Europäische Kulturhauptstadt“ für die Stadt tätig. Die Beendigung der Zusammenarbeit erfolgte nach Angaben der Stadt im besten gegenseitigen Einvernehmen.

Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) würdigte Spuhlers Engagement und die vertrauensvolle Zusammenarbeit während seiner rund dreieinhalbjährigen Amtszeit. Unter seiner Mitwirkung sei in Heidelberg frühzeitig ein Bewerbungsprozess angestoßen worden. Gemeinsam mit Partnern aus der Kultur sowie aus der Metropolregion Rhein-Neckar sei eine gute Grundlage für eine mögliche Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt geschaffen worden. Würzner betonte, dass Spuhler daran einen maßgeblichen Anteil gehabt habe, und dankte ihm für seinen Einsatz.

Auch Spuhler zog laut Mitteilung eine positive Bilanz

Auch Peter Spuhler zog laut Mitteilung eine positive Bilanz. Es sei gelungen, den Bewerbungsprozess auf den Weg zu bringen und zahlreiche Partner in Heidelberg und der Region einzubinden. Darüber hinaus seien erste Projekte umgesetzt worden, die auch unabhängig vom weiteren Bewerbungsverfahren für die Heidelberger Kulturlandschaft erhalten bleiben sollen.  

Die Personalie war nicht unumstritten: Spuhler war von 2011 bis 2021 Generalintendant am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. Während seiner dortigen Amtszeit gab es heftige Kritik aus der Belegschaft an seinem Führungsstil. Die Zusammenarbeit endete 2021. Im Jahr 2023 kehrte er nach Heidelberg zurück, wo er bis 2011 das Stadttheater geleitet hatte.

Stadt will neue Impulse für die Region setzen

Der 61-Jährige war von Rathauschef Würzner eingesetzt worden. Heidelberg hat sich 2023 auf den Weg zu einer möglichen Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt gemacht. Die Stadt sieht darin eine Chance, die kulturelle Zusammenarbeit weiter auszubauen und neue Impulse für die Region zu setzen.

Während des bisherigen Bewerbungsprozesses wurden nach Angaben der Stadt neue kulturelle Angebote entwickelt. Eine Grundsatzentscheidung über eine mögliche Bewerbung soll Ende 2026 im Gemeinderat getroffen werden. Das konkrete Jahr einer möglichen Ausrichtung steht derzeit noch nicht fest. Deutschland kann frühestens im Jahr 2034 erneut für den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ berücksichtigt werden.

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