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Rathaus gehackt

Sensible Daten von Bürgern nach Cyberangriff abgeflossen

Schon im Oktober wurde die Gemeinde Untereisesheim bei Heilbronn Opfer von Hackern. Nun wird bekannt: Dabei kamen auch sensible Daten von Bürgern weg.
Hände tippen auf beleuchteter Tastatur, Bildschirm mit Code im Hintergrund.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Verwaltung der Gemeinde Untereisesheim mitgeteilt, dass Personalakten und dienstliche Daten nach einem Cyberangriff abgeflossen seien.

imago images/Silas Stein)

Untereisesheim. Bei einem Hackerangriff auf die Gemeinde Untereisesheim nahe Heilbronn sind im vergangenen Oktober nach Angaben der Verwaltung auch sensible Daten der Bürgerinnen und Bürger abgeflossen. Seit einigen Tagen sei bekannt, dass unter den abgeflossenen Daten auch Ausweiskopien von Bürgern und Unterlagen aus der Corona-Zeit seien, sagte Bürgermeister Christian Tretow (SPD) . Zuvor hatte der SWR berichtet. Dem SWR-Bericht zufolge sind die Daten im Darknet aufgetaucht.

Weitere Details wollte der Bürgermeister nicht nennen. Das Verfahren laufe noch, man befinde sich in einer Situation, in der eine abschließende Bewertung des Vorfalls nicht sinnvoll sei, so Tretow. Zuständig für das Verfahren sei unter anderem der Datenschutzbeauftragte des Landes.

Datenschutzbeauftragter prüft den Fall

Dessen Sprecher teilte mit, dass man im Austausch mit der Gemeinde sei. „Wir bitten um Verständnis, dass wir zum laufenden Verfahren derzeit keine Auskunft geben können“, so der Sprecher. Man prüfe den Sachverhalt zunächst, bevor man ihn bewerte.

Die 4000-Einwohner-Gemeinde war im Oktober Opfer eines Cyberangriffs geworden. Im Dezember hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass dabei auch Personalakten und dienstliche Daten von den Laufwerken der Mitarbeiter abgeflossen seien.

Die IT der Verwaltung habe man nach dem Angriff vollkommen neu aufgestellt, so der Bürgermeister. Zudem gebe es intensive Datenschutzschulungen der Mitarbeiter. Dabei habe es aber auch vor dem Angriff keine Versäumnisse gegeben, so Tretow. (dpa/lsw)

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