Sieger stehen fest

Staatsanzeiger Award verliehen: Und der Gewinner ist …

Der Staatsanzeiger hat zum fünften Mal Preise für herausragende Projekte der öffentlichen Hand verliehen – den Staatsanzeiger Award. Die Auszeichnungen wurden am gestrigen Donnerstag überreicht. Vorausgegangen war eine intensive Bewertung der knapp 200 Bewerbungen. 
Viele Menschen in eleganter Kleidung in einem beleuchteten Innenraum.

Feierliche Stimmung beim großen Empfang: Zahlreiche Gäste kamen im Alten Schloss in Stuttgart zusammen, um die Gewinner des fünften Staatsanzeiger Awards zu feiern. Ausgezeichnet wurden herausragende Projekte der öffentlichen Hand.

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Stuttgart. Welche Kommune ist besonders innovativ bei der Bürgerbeteiligung? Wo gibt es die spannendsten Projekte, wenn es um die Digitalisierung der öffentlichen Hand oder um die soziale Teilhabe geht? Welche Kommune trifft bei Kultur und Tourismus einen ganz besonderen Ton und welche Bürgermeisterin oder welcher Bürgermeister brennt ganz besonders für eine bestimmte Sache? Die Fragen sind seit gestern beantwortet. Im Alten Schloss zu Stuttgart hat der Staatsanzeiger bei einem großen Empfang seinen Award verliehen.

Preisträger in der Kategorie Bürgerbeteiligung ist die Stadt Pforzheim. Dort stand die Verwaltung vor der Aufgabe, den alten Friedhof in der Oststadt neu zu gestalten. Das Rathaus hat die Initiative „Was wird aus unserem Park?“ gestartet und in einem mehrstufigen Beteiligungsprozess Ideen der Interessengruppen ermittelt, egal ob Anwohner, Jugendliche oder Senioren. Die Jury lobte den Mut zur aufsuchenden Aktivierung und den niederschwelligen Formaten – ein ausgezeichnetes Projekt.

Große Freude über den Sieg: Die Vertreter der Stadt Pforzheim jubeln über den Award in der Kategorie „Bürgerbeteiligung“. Mit der Initiative „Was wird aus unserem Park?“ hat das Rathaus die Bürgerinnen und Bürger erfolgreich in die Neugestaltung eines alten Friedhofs eingebunden.
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Anlaufstelle für KI-Begeisterte

Für „Digitalisierung und Innovation“ wurde Göppingen ausgezeichnet, für das Projekt Hive – Hub for Innovation, Vision & Execution. Die Stadt bietet ein Experimentalstudio für Unternehmen und Institutionen an, die sich in der KI austoben möchten. Zusätzlich können sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Mitarbeitende in den upgecycelten Schiffscontainern in den Anwendungen der künstlichen Intelligenz schulen lassen. Für die langfristige Entwicklung des Hubs haben sich Stadt und kommunale Unternehmen in einem Trägerverein zusammengefunden.

Erfolgreich bei „Digitalisierung und Innovation“: Die Delegation aus Göppingen nimmt stolz die Auszeichnung auf der Bühne entgegen. Die Kommune überzeugte die Jury mit „Hive“, einem Experimentalstudio in upgecycelten Schiffscontainern, das Unternehmen und Bürgern Anwendungen der künstlichen Intelligenz näherbringt.
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Staatsanzeiger-Chefredakteur Rafael Binkowski und Bereichsleiterin Produkte und Service Dana Reinhardt überreichten auch eine Trophäe an die Stadt Halle (Sachsen-Anhalt). Opera Mobile heißt dort ein Projekt, das die Hochkultur zu Menschen bringt, die keinen Zugang zum Theater haben. In 30- bis 45-minütigen Konzerten spielen Musiker und Sänger in sozialen Einrichtungen. Nach Rücksprache mit den Trägern haben die Bühnen Halle die Kurzprogramme entwickelt und sorgen so dafür, dass Halle als „Kommune für alle“ den entsprechenden Staatsanzeiger Award erhält.

Der Award geht nach Sachsen-Anhalt: Stolz präsentieren die Vertreter aus Halle (Saale) Urkunde und Trophäe. Mit dem Projekt „Opera Mobile“, bei dem Kurzkonzerte in sozialen Einrichtungen gespielt werden, gewannen sie in der Kategorie „Kommune für alle – soziale Teilhabe“.
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Dass der Preis nach Sachsen-Anhalt geht, ist übrigens der Entwicklung geschuldet, dass der Staatsanzeiger Award über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus bekannt ist. Zwar kommen nach sechs Jahren Preisgeschichte noch immer rund zwei Drittel der aktuell 194 Bewerbungen aus dem Südweststaat. Doch der Rest verteilt sich auf die gesamte Bundesrepublik, von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern – und eben auf Halle.

Mit Musik zur Auszeichnung

Um Musik geht es auch in der Kategorie „Kultur und Tourismus“. Die Bodensee Philharmonie, ein Profi-Orchester in Trägerschaft der Stadt Konstanz, sucht sich wie die Kollegen aus Halle ebenfalls Aufführungsorte außerhalb der Konzertsäle. Bei Projektwochen „Zukunftsmusik“ setzt das Orchester Begriffe wie „Demokratie“ oder „Klima und Nachhaltigkeit“ musikalisch um, und sorgt so für Programme und Musik, die einen wichtigen Akzent in der Öffentlichkeit setzen. Bei einem Symposium im kommenden Juni will das Orchester ein Fazit seiner Tournee durch die Schlagworte der Aktualität ziehen.

Jubel über den Kultur-Preis: Ausgelassene Stimmung bei den Gewinnern der Kategorie „Kultur und Tourismus“. Die Bodensee Philharmonie aus Konstanz wurde für ihre Projektwochen „Zukunftsmusik“ ausgezeichnet, die gesellschaftliche Themen wie Demokratie und Klima musikalisch umsetzen.
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Bleibt noch der Award für den Bürgermeister in Mission – und der schwäbische Dialekt eignet sich bestens für eine Mission. Diesem ist Jürgen Kiesl verfallen. Der Christdemokrat ist Bürgermeister von Leutenbach (Rems-Murr-Kreis) und engagiert sich für „Schwäbisch em Kendergarda“. Schon von klein auf sollen die Kinder ihren Heimatdialekt kennenlernen, Erzieherinnen und Erzieher integrieren verschiedene Elemente in die tägliche Arbeit, etwa Lieder, Feste oder um Lern- und Spielmaterialien, mit denen der Dialekt vermittelt wird und somit schon bei den Kleinsten Identität stiftet. Die Initiative Kiesls ist mittlerweile zum Qualitätsmerkmal des Kindergartens geworden und findet auch Anklang an den örtlichen Schulen.

Mission erfolgreich: Ein starkes Team aus Leutenbach präsentiert seine Auszeichnung. Bürgermeister Jürgen Kiesl sicherte sich den Award in der Kategorie „Bürgermeister:in in Mission“ für sein Herzensprojekt „Schwäbisch em Kendergarda“, das den Heimatdialekt schon bei den Kleinsten fördert.
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Großer Andrang im Alten Schloss zu Stuttgart: Hier wurde am Donnerstag der Staatsanzeiger Award für vorbildliches Handeln der öffentlichen Hand verliehen.
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Über den Award

Der Staatsanzeiger Award würdigt seit 2021 vorbildliches Handeln der öffentlichen Hand in all seinen Erscheinungsformen. Verliehen wird der Preis, dessen Trophäen die Künstlerin Antje Gerhardy modelliert, in fünf Kategorien: Bürgerbeteiligung, Bürgermeister:in in Mission, Digitalisierung und Innovation, Kommune für alle – soziale Teilhabe sowie Kultur und Tourismus. Der Preis zeichnet Innovationen und Ideen aus, die das öffentliche Leben für die Bürgerinnen und Bürger besser machen.

Für Trophäen für fünf Kategorien – das ist der Staatsanzeiger Award.
M. Herrgoss)

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