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… dem autonomen Fahren?

Karlsruhe: Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" die ersten Meter im Straßenverkehr. Mit dem Projekt soll an ausgewählten Strecken zwischen Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn die Möglichkeiten von fahrerlosen Autos ausgelotet werden.
dpa/Sebastian Gollnow)Autonome Autos klangen einmal nach naher Zukunft: einsteigen, Ziel sagen, losrollen lassen. Baden-Württemberg wollte bei dieser Zukunft nicht nur Beifahrer sein. Deshalb ging 2018 das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg an den Start – mit Strecken in Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn, betrieben vom Karlsruher Verkehrsverbund. Auf mehr als 200 Kilometern öffentlicher Straßen sollten Firmen und Forschungseinrichtungen testen, was automatisierte Autos, Busse oder Lieferfahrzeuge im echten Verkehr können.
Vom Zukunftsversprechen zum Reallabor für den Alltag
Der große Alltagssprung blieb aus, das Testfeld aber blieb. Der wissenschaftliche Aufbau wurde 2021 abgeschlossen, der Karlsruher Verkehrsverbund betreibt es weiter. Damals meldete das Land 18 Projekte, die das Testfeld genutzt hatten. Wer dort testen will, bekommt Unterstützung bei Buchung, Betrieb und Zulassungsfragen. Das Land hat seit 2016 rund 25 Millionen Euro in Forschung, Testbetriebe und Umsetzung investiert. Heute ist autonomes Fahren dort weniger Revolution als Reallabor. Im Projekt RABus testeten zuletzt mehr als 1600 Bürger selbstfahrende Shuttles in Mannheim und Friedrichshafen; nun soll der Weg zum Regelbetrieb im ÖPNV vorbereitet werden. Die Zukunft fährt in Baden-Württemberg also weiter. Nur vorsichtig, genehmigt, begleitet – und meist noch zur Probe.