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Was wurde eigentlich aus den Urzeitkrebsen?

Urzeitkrebse bevölkern die Erde bereits seit fast 500 Millionen Jahren.
imago/blickwinkel)Sie tauchten für viele von uns Mitte der 70er-Jahre zusammen mit einem „Yps“-Heft als Gimmick auf: Urzeitkrebse. Kleine Lebewesen aus der Tüte, bei denen wohl kaum jemand noch ein überzeugendes Argument gegen ein Haustier finden konnte.
Ob zukünftiger Wissenschaftler oder neugieriges Kind – viele waren von dem Pulver fasziniert, aus dem sich die kleinen Tiere heranzüchten ließen. Viel braucht es dafür nicht: ein Zuchtset mit Krebseiern, einen mit Wasser gefüllten Behälter, Licht und eventuell eine zusätzliche Wärmequelle. Und dabei gibt es durchaus Grund zum Staunen: Urzeitkrebse bevölkern die Erde bereits seit fast 500 Millionen Jahren. Sie waren schon lange vor den Dinosauriern da, haben deren Kommen und Gehen überdauert und leben bis heute unter uns. Doch ausgerechnet der Mensch macht ihnen zunehmend das Leben schwer. Viele Feuchtgebiete wurden trockengelegt. Andere wurden in dauerhaft wasserführende Gewässer wie etwa Teiche umgewandelt. Damit verschwinden genau jene besonderen Lebensräume, an die sich die Tiere im Laufe von Millionen von Jahren angepasst haben. Einige Arten der Urzeitkrebse sind bereits ausgestorben. Andere haben jedoch bis heute überlebt – und manche von ihnen kann man noch immer in Zuchtsets für zu Hause kaufen.