Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Jüdische Kulturtage im Taubertal setzen ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie

Auch ein Künstler steht im Fokus.
Deutschordenmuseum/Elfriede Rein )Bad Mergentheim. Vom 19. bis 22. Juni laden die Jüdischen Kulturtage im Taubertal zu Konzerte, Führungen, Ausstellungen und Gesprächsangebote ein. Die Veranstaltungsreihe, die alle zwei Jahre stattfindet, rückt die jüdische Geschichte der Region ebenso in den Mittelpunkt wie die Vielfalt jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart.
Austragungsorte sind Bad Mergentheim , Creglingen , Igersheim und Niederstetten – Gemeinden, in denen jüdisches Leben über Jahrhunderte hinweg zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Alltag gehörte. Heute erinnern Synagogen, Friedhöfe, Wohnhäuser und Gedenkorte an diese Geschichte. Die Kulturtage greifen diese Spuren auf.
Am heutigen Freitag läutet in der Jakobskirche in Niederstetten ein Konzert mit dem Titel „Shevana“ von Klezmers Techter gemeinsam mit der israelischen Mezzosopranistin Shai Terry den Auftakt ein. Weiterhin stehen historische Stadtspaziergänge, Führungen auf jüdischen Friedhöfen und Rundgänge zu Orten jüdischer Geschichte, Ausstellungen, Theater und Filmvorführungen auf dem Programm. So richtet im Residenzschloss Mergentheim eine Führung den Blick auf den jüdischen Künstler Hermann Fechenbach und in Niederstetten lädt ein Rundgang auf dem Tachelespfad dazu ein, die Geschichte der einstigen jüdischen Gemeinde kennenzulernen.
Getragen werden die Jüdischen Kulturtage von einem Netzwerk regionaler Partner, etwa die Gemeinde Igersheim, die Manfred-Schaffert-Bürgerstiftung, die Kaufmännische Schule Bad Mergentheim, das Residenzschloss Mergentheim, das Jüdische Museum Creglingen sowie die Stadt Niederstetten. Ihr Ziel: jüdisches Erbe sichtbar zu machen und zugleich ein Zeichen für Offenheit, Toleranz und demokratische Werte zu setzen.