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Ausstellungen

Schau in der Ifa-Galerie beschäftigt sich mit der Vermessung von Räumen und Körpern

Die Künstlerin Vanessa Amoah Opoku zeigt in Stuttgart drei installative Arbeiten. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Familie, Herkunft und Zugehörigkeit sowie dem Verhältnis von Körper und Technologie.
Zwei Menschen schütteln sich die Hand, ein Kind steht im Hintergrund.

Die ifa-Galerie zeigt Arbeiten von Vanessa Amoah Opoku.

Vanessa Amoah Opoku, Joy Weinberger)

Stuttgart. Wie sehen Erinnerungen aus, wenn ein Zuhause weit entfernt ist? Und wie lassen sich Beziehungen und Zugehörigkeit sichtbar machen, ohne sie auf ein Bild festzulegen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die deutsch-ghanaische Künstlerin Vanessa Amoah Opoku. Die Ausstellung „Synthesizing Realities“ in der ifa-Galerie Stuttgart zeigt vom 19. September bis 1. November drei installative Arbeiten der interdisziplinär arbeitenden Künstlerin sowie ein mit der Autorin und Kunstkritikerin June Drevet entwickeltes gleichnamiges Künstlerinnenbuch.

Opoku verbindet Skulptur, Performance, Video und Animation mit digitalen Verfahren wie 3D- und LiDAR-Scans. Die Technologie dient ihr dabei nicht allein dazu, Räume oder Körper zu vermessen. Sie wird zum künstlerischen Werkzeug, um Erinnerungen, Erfahrungen und Beziehungen neu zusammenzusetzen. Aus fragmentarischen digitalen Punktwolken entstehen Installationen aus Wachs, Textilien, Sound und digitalen Bildern.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Familie, Herkunft und Zugehörigkeit, aber auch nach dem Verhältnis von Körper und Technologie. Opoku interessiert sich zudem für die Geschichte und die politischen Dimensionen von Vermessungstechnologien, die einst im kolonialen Kontext eingesetzt wurden. Ihre Arbeiten fragen danach, wie sich solche Verfahren heute anders nutzen lassen.

Publikation und Ausstellung entstanden im Rahmen des neuen Kunstkritik-Stipendienprogramm „Anstoß“ der Jürgen Ponto-Stiftung in Kooperation mit der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikverbands AICA Deutschland. Umgesetzt wurde die Schau von der kata agorein Stiftung. Das Konzept: Jeweils eine Künstlerin oder ein Künstler und eine Kunstkritikerin oder ein Kunstkritiker arbeiten zusammen. Ziel ist der Austausch zwischen künstlerischer Praxis und Kunstkritik. (sta)

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