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Was wurde eigentlich aus dem Tageslichtprojektor?

Der Tageslichtprojektor war lange Zeit ein fester Bestandteil in Schulen, Hochschulen und Besprechungsräumen.
imago images/Jochen Tack)Noch bevor Beamer, Laptop und digitale Tafel ins Klassenzimmer einzogen, stand er auf rollbaren Wagen bereit: der Tageslichtprojektor. Lehrkräfte legten Folien auf die leuchtende Glasplatte, schoben sie zurecht und schrieben mit wasserfesten Stiften darauf. War das Bild unscharf, wurde am Objektiv gedreht. Und wenn die Folie verrutschte, bekam die ganze Klasse einen Blick auf den nächsten Lösungsschritt.
Der auch Overheadprojektor genannte Apparat machte es möglich, Texte und Grafiken zu zeigen, ohne den Raum abzudunkeln. Vorläufer solcher Projektoren gab es bereits im 19. Jahrhundert; im 20. Jahrhundert wurden sie vor allem in Schulen, Hochschulen und Besprechungsräumen zum festen Inventar. Besonders praktisch: Folien konnten vorbereitet, mehrfach verwendet oder während des Vortrags ergänzt werden.
PowerPoint kann vieles, nostalgisch knistern kann es nicht
Mit Computer und Beamer begann sein Rückzug. Präsentationen ließen sich nun speichern, verändern und mit Bildern oder Videos ergänzen. Heute fristen viele Tageslichtprojektoren ihr Dasein in Abstellkammern oder Kellern. Ganz nutzlos sind sie aber nicht: Manche Schulen setzen sie noch als robuste Reserve ein. Und wer einmal den Geruch frisch beschriebener Folien in der Nase hatte, weiß: PowerPoint kann vieles – nostalgisch knistern kann es nicht.