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Was wurde eigentlich aus der Kassette?

Vom Alltagsmedium zum Sammlerstück: Die Kassette ist zwar selten geworden, aber längst nicht verschwunden.
dpa/Daniel Kalker)Bandsalat im Rekorder, der Bleistift als Rettungswerkzeug und dieses unverwechselbare Klacken, wenn die Kassette am Ende angekommen war: Vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren gehörte das für viele ganz selbstverständlich zum Alltag. Hörspiele liefen im Kinderzimmer in Dauerschleife, Lieblingslieder wurden aus dem Radio aufgenommen und Mixtapes sorgfältig zusammengestellt – lange bevor Playlists mit einem Klick geteilt werden konnten.
Technischer Fortschritt verdrängt die Kassette
Dann kam der technische Fortschritt. Erst die CD, später MP3-Player und schließlich Streamingdienste machten das Magnetband scheinbar überflüssig. Die Kassette verschwand aus vielen Regalen, Kassettenrekorder aus den Haushalten. Ganz verschwunden ist sie aber nie.
Die Kassette wird zum Liebhaberstück
Heute bekommt das analoge Format wieder mehr Aufmerksamkeit. Auch aktuelle Musik erscheint vereinzelt auf Kassette, neue Hörspiele weiterhin auf MC – etwa von den „Drei ???“ . Zudem legt Maxell seine 1970 eingeführte UD-Kassette neu auf, zunächst allerdings nur in Japan. Von einer Renaissance wie bei der Schallplatte kann dennoch kaum die Rede sein. Die Kassette bleibt ein Liebhaberprodukt. Vielleicht liegt genau darin ihr Reiz: Während heute alles sofort verfügbar ist, muss man sie noch umdrehen, zurückspulen – und manchmal mit einem Bleistift retten.