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Konjunktur

Maschinenbau in Baden-Württemberg hofft auf leichtes Umsatzwachstum in diesem Jahr

Nach einem schwachen Jahr 2025 erwartet der Maschinenbau in Baden-Württemberg im laufenden Jahr eine leichte Belebung der Konjunktur. Die Hälfte der Unternehmen geht nach einer Umfrage des Branchenverbandes VDMA von leicht steigenden Umsätzen aus.
Person in Maschine mit Taschenlampe, konzentriert arbeitend.

Im vergangenen Jahr hat der Maschinenbau in Baden-Württemberg einen leichten Umsatzrückgang um 0,6 Prozent verkraften müssen.

dpa/Bernd Weißbrod)

Stuttgart. Die Bilanz für 2025 fällt schlecht aus. Der Umsatz der Maschinen- und Anlagenbauer im Land sank um 0,6 Prozent auf 83,1 Milliarden Euro, nachdem es schon 2024 ein Minus gegeben hatte. Das Auftragsvolumen schrumpfte real sogar um zwei Prozent.

Doch in diesem Jahr könnte es für die gebeutelte Branche wieder leicht aufwärts gehen. Das erwartet zumindest eine Mehrheit der Unternehmen. Sie gehen der aktuellen VDMA-Konjunkturumfrage zufolge von einem leichten Wachstum aus, allerdings nur mit niedrigen einstelligen Zuwachsraten. „Trotz erster Anzeichen einer allenfalls zögerlichen Marktbelebung sorgen die Risiken des Kriegs im Iran und in der Ukraine, die weiterhin unberechenbare US-Zollpolitik sowie erneute Störungen in den globalen Lieferketten für große Zurückhaltung bei den Investoren“, ordnet der VDMA die Lage ein.

Auch 2026 werden weiter Stellen abgebaut

Die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich laut VDMA zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus. 2025 sei die Beschäftigung in der Branche im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf rund 323.300 Mitarbeiter gesunken. Für 2026 zeichnet sich eine weitere Verschärfung ab: 45 Prozent der Unternehmen planen laut Umfrage einen Stellenabbau. Dies könnte nach Angaben des Verbandes auch die Stammbelegschaften treffen. 

Denn die Auslastung im Maschinenbau in Baden-Württemberg ist noch immer nicht zufriedenstellend. Im April seien die Fabriken nur zu 77,8 Prozent ausgelastet, was klar unter dem langjährigen Durchschnitt liege, so der VDMA. „Hohe Lohnkosten, der zunehmende internationale Wettbewerbsdruck und neue technische Möglichkeiten verändern den Arbeitsmarkt im Maschinen- und Anlagenbau grundlegend. Ohne verbesserte Standortbedingungen wird es für die Unternehmen immer schwieriger, Beschäftigung und Wertschöpfung im Land zu halten“, ordnete der VDMA-Landesvorsitzende Mathias Kammüller die Entwicklung ein.

Verband fordert rasche Umsetzung des Koalitionsvertrags

Die größten politischen Reformbaustellen lägen zwar in Europa und auf der Bundesebene, doch auch in der Landespolitik bestünden wichtige Hebel, betont der Verband. Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung setze wichtige Impulse für mehr Effizienz und schnellere Verfahren. „Die Ansätze gehen in die richtige Richtung – aber nur mit klaren Prioritäten, hohem Tempo und konsequenter Umsetzung entstehen daraus echte Wachstumsimpulse“, sagte Kammüller.

Der VDMA vertritt in Baden-Württemberg rund 810 Unternehmen. Diese beschäftigten zum Jahreswechsel rund 323.000 Mitarbeiter.

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