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Dokumentarfilm

Medien, Macht und Zivilgesellschaft

Branchentreff des Hauses des Dokumentarfilms erwartet prominente Gäste aus Politik und Kultur
Fünf Personen diskutieren auf einer Bühne; Hintergrund mit Schrift: "RECHTSRUCK DEUTSCHLAND".

Gast bei der Dokville 2025: Der heutige Ministerpräsident Cem Özdemir (zweiter von links). Foto: Dokville

Dokville)

Stuttgart. Wenn Vertrauen in die Politik sinkt, öffentliche Debatten sich polarisieren und digitale Plattformen den Diskurs prägen, gerät die Demokratie unter Druck. DOKVILLE 2026, veranstaltet vom Haus des Dokumentarfilms (HDF) greift diese Entwicklung auf: Am 18. und 19. Juni wird der Hospitalhof Stuttgart zum Treffpunkt der Dokumentarfilm- und Medienbranche, um unter dem Titel „Demokratie unter Druck – Ist unsere Zivilgesellschaft am Ende?“ über die Zukunft demokratischer Gesellschaften zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem Einfluss von Desinformation, dem Wandel öffentlicher Kommunikation und der Rolle von Medien. Vertreterinnen und Vertreter aus Journalismus, Film, Politik und Wissenschaft analysieren die Herausforderungen und mögliche Gegenstrategien.

Am ersten Tag etwa folgt nach einer Diskussion zum Thema „Demokratie in Gefahr – Aufklärung am Ende?“ eine Rede vom Bundespräsidenten a. D. Joachim Gauck mit anschließendem Gespräch. SWR-Intendant Kai Gniffke steuert einen „Zwischenruf“ bei und bei „Elon Musk Uncovered: Das Tesla-Experiment“ stehen Medienmacht und digitale Einflussstrukturen im Fokus.

Am Nachmittag diskutieren unter anderen Sebastian Krumbiegel, Frontman der „Prinzen“, und Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen (parteilos), zum Thema „Wie viel Gerechtigkeit braucht Demokratie?“ Weitere Höhepunkte sind die Präsentation des diesjährigen Roman-Brodmann-Preisträgers „Inside Gaza“, ein Gespräch mit Regisseur Wim Wenders sowie die erstmalige Verleihung des Europäischen Dokumentarfilmpreises.

Der Freitag richtet den Blick auf geopolitische Entwicklungen: Nach einem Vortrag von Günther Oettinger, einst Ministerpräsident von Baden-Württemberg a. D., nun Präsident der EBS Universität, geht es um „Zerfall der globalen Ordnung. Europa, was tun?“. Und die Case Study „Russland im Krieg“ zeigt die Arbeit von Dokumentarfilmern unter extremen Bedingungen. (ems)

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