Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Bauen

Nachdenken über die Stadtentwicklung und das Herz der Landeshauptstadt

Mehr als 200 Menschen bei Diskussionsveranstaltung der Architektenkammer
Ein Mann spricht vor einem Publikum, Präsentation auf der Leinwand.

AKBW-Präsident Müller sieht das große Ganze. Foto: AKBW/Jan Potente

AKBW/Jan Potente)

Stuttgart. Wie soll sich das Zentrum Stuttgarts weiterentwickeln? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung der Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW), zu der mehr als 200 Gäste vergangene Woche ins StadtPalais kamen. Anlass war der drohende Abriss des ehemaligen Wittwer-Hauses in der Königstraße. Schnell wurde deutlich: Es geht um weit mehr als die Zukunft eines einzelnen Gebäudes.

„Nachdenken über das Herz der Stadt“ lautete das Motto des Abends. AKBW-Präsident Markus Müller machte deutlich, dass die öffentliche Debatte den Blick erweitert habe. „Es geht natürlich um den Umgang mit einem Gebäude, aber auch um die Zukunft des Standorts zwischen Königstraße, Kleinem Schlossplatz und Kunstmuseum – dem Herzen der Stadt“, so Müller.

Kontrovers diskutiert wurden Fragen des Klimaschutzes, der grauen Energie und der städtebaulichen Entwicklung. Eigentümervertreter Hermann Brandt-stetter kritisierte, die Diskussion werde bislang von einem „Verlustnarrativ“ geprägt. Ein Neubau biete die Chance zur „Stadtreparatur“ und könne den Kleinen Schlossplatz wieder stärker in den Fokus rücken.

Demgegenüber plädierte Kerstin Müller, Geschäftsführerin der Zirkular Basel, für einen Perspektivwechsel: „Der Abriss eines Gebäudes muss heute gerechtfertigt werden – nicht der Erhalt.“ Mit Blick auf die Klimaziele ergänzte sie: „An welches Klima passen wir uns an, wenn wir es nicht schützen?“ Baubürgermeister Peter Pätzold verwies auf die planerischen Rahmenbedingungen. „Der Schlossplatz hat verschiedene Schichten und eine bewegte Geschichte, dem muss man gerecht werden.“ Angesichts der großen Resonanz kündigte die Architektenkammer an, die offenen Fragen an die Bauherrschaft weiterzugeben und stellte eine Veranstaltung in Aussicht. (sta)

Nachdenken über das Herz der Stadt

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 219 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesen Sie auch