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Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl erstmals in diesem Jahr unter 300.000

Trotz eines leichten Rückgangs der Arbeitslosenzahl bleibt der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg unter Druck. Die Arbeitgeber sehen keinen echten Frühjahrsaufschwung und machen hohe Lohnzusatzkosten für die schwache Entwicklung verantwortlich.
Backsteingebäude, Agentur-Logo und teilweise sichtbarer Schriftzug "Agentur fü".

Der Frühlingsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus.

IMAGO/Achim Duwentäster)

Stuttgart. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist im Mai gegenüber dem Vormonat leicht auf 4,6 Prozent gesunken. Damit ist die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Menschen in diesem Jahr erstmals unter die Marke von 300 000 gefallen.

Sozialminister Oliver Hildenbrand (Grüne) sprach von einer moderaten Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Stefan Küpper, Geschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), bewertete die Entwicklung hingegen zurückhaltender. Der übliche Frühjahrsaufschwung sei in diesem Jahr weitgehend ausgeblieben, sagte er.

Lohnzusatzkosten steigen weiter

Als eine wesentliche Ursache für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sieht die UBW die steigenden Lohnzusatzkosten. Arbeit sei in Deutschland inzwischen zu teuer geworden. „Wenn die Sozialabgaben weiter steigen, gefährdet das Arbeitsplätze und schreckt Investitionen ab“, erklärte Küpper.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert in seinem jüngsten Gutachten einen Anstieg der Sozialabgaben von derzeit 42,3 Prozent auf 49,7 Prozent bis zum Jahr 2040. Hauptursache dafür sei der demografische Wandel.

Die UBW fordert deshalb die Einführung einer Abgabenbremse. Eine Begrenzung der Lohnzusatzkosten könne dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu stärken.

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