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Bildung

Bildungsverbände haben viele Forderungen

Die neue grün-schwarze Landesregierung wird zum Start mit einer Fülle an Wünschen konfrontiert.
Mehrere Kinder sitzen an Tischen, eine Frau steht daneben, alle im Klassenraum.

Der Realschullehrerverband fordert Maßnahmen gegen Lehrkräftemangel, bessere Unterrichtsversorgung und Bürokratieabbau.

Kzenon/Imago)

Stuttgart. Die Ernennung von Andreas Jung (CDU) zum neuen Kultusminister Baden-Württembergs stößt bei Bildungsverbänden im Land auf überwiegend positive, zugleich aber deutlich differenzierte Reaktionen.

Der Realschullehrerverband Baden-Württemberg (RLV) fordert von Jung ein klares Bekenntnis zum gegliederten Schulsystem. Landesvorsitzende Karin Broszat warnt vor „Vereinheitlichungstendenzen“ und sieht Realschulen und Werkrealschulen als unverzichtbare Säulen des Bildungssystems.

Der Verband verlangt Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel, eine bessere Unterrichtsversorgung und mehr Entlastung von Bürokratie. Auch der Philologenverband Baden-Württemberg begrüßt ausdrücklich das Festhalten am differenzierten Schulwesen und bewertet mehrere Vorhaben des Koalitionsvertrags positiv, etwa die Rückkehr zu größeren Entlastungskontingenten, die geplante stufengleiche Höhergruppierung sowie den angekündigten Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Unterricht. Gleichzeitig äußert der Philologenverband deutliche Kritik an einzelnen Reformplänen. Besonders die Diskussion über Einschränkungen bei Teilzeitmodellen, mögliche Kürzungen bei Personalratsfreistellungen und ein Langzeit-Überstundenkonto stoßen auf Widerstand. Andere Verbände setzen wiederum andere bildungspolitische Schwerpunkte. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verbindet mit Andreas Jung die Hoffnung auf eine „mutige Bildungspolitik“. GEW-Landesvorsitzende Monika Stein fordert unter anderem Lösungen gegen den Lehrkräftemangel, mehr Bildungsgerechtigkeit und einen Ausbau ganztägiger Bildungsangebote.

Der Verein für Gemeinschaftsschulen Baden-Württemberg kritisiert die geplante Stärkung klassischer Schularten wie der Realschule und fordert stattdessen mehr Unterstützung für Gemeinschaftsschulen, einen besseren Zugang zu gymnasialen Oberstufen sowie eine stärker evidenzbasierte Bildungspolitik.

Der Verband Kita-Fachkräfte Baden-Württemberg kritisiert, dass politische Entscheidungen häufig ohne ausreichende Beteiligung pädagogischer Fachkräfte getroffen würden.

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