Digitalisierung und KI verändern das Lernen

Christoph Franz spricht für die Berufsschullehrer im Land

Christoph Franz ist neuer Landesvorsitzender des Verbands der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen. Der Schulleiter aus Heilbronn will die Rolle der beruflichen Schulen im Bildungssystem weiter stärken. Er betont: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz werden Lernen und Unterricht grundlegend verändern.
Ein weißes Verkehrsschild mit der Aufschrift "Ausbildung".

Christoph Franz ist neuer Landesvorsitzender des BLV. Er betont die zentrale Rolle beruflicher Schulen für Ausbildung, Studium und Fachkräftenachwuchs.

IMAGO)

Ludwigsburg. Die Delegiertenversammlung des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg (BLV) hat Christoph Franz mit großer Mehrheit zum Landesvorsitzenden gewählt. Das teilt der Verband mit. Franz ist seit 25 Jahren Mitglied im BLV. Hauptberuflich ist er Schulleiter an der Peter-Bruckmann-Schule in Heilbronn. Zudem engagiert er sich als Feuerwehrkommandant. Franz ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Vor rund 400 Delegierten und Gästen, darunter Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne), betonte Franz die besondere Rolle der beruflichen Schulen als innovatives und integratives Herzstück des Bildungssystems. Rund 70 Prozent eines Altersjahrgangs besuchen im Laufe ihres Lebens eine berufliche Schule. „Wir sichern den Fachkräftenachwuchs, bieten alle Bildungsabschlüsse und schaffen echte Bildungsgerechtigkeit – gerade auch im ländlichen Raum“, betonte Franz.

Mit Blick auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz machte er deutlich, dass sich Lernen und Unterricht grundlegend verändern werden. Neben technischer Ausstattung gehe es vor allem um neue Kompetenzen: „Entscheidend ist künftig nicht nur Wissen, sondern die Fähigkeit, Informationen zu bewerten und die richtigen Fragen zu stellen.“

„Nur mit einem starken und anerkannten Lehrerberuf können wir die Qualität unseres Bildungssystems langfristig sichern.“ Berufliche Schulen seien und blieben das unverzichtbare Bindeglied zwischen Schule, Ausbildung, Arbeitsmarkt und Hochschule, so der Vorsitzende. (sta)

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