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Künstliche Intelligenz

Connaix: Baden-Württemberg bündelt KI-Nachwuchsforschung in Heilbronn

Mit Connaix startet Baden-Württemberg ein landesweites Graduierten- und Forschungszentrum für angewandte Künstliche Intelligenz in Heilbronn. Ziel ist die Qualifizierung von KI-Spitzentalenten in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft.
Zwei Personen an einem Tisch, eine Person unterschreibt ein Dokument.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski unterschrieben am Mittwoch, 28. Januar, die Gründungsvereinbarung für Connaix, dem neuen Graduierten- und Forschungszentrum in Heilbronn.

Staatsministerium Baden-Württemberg )

Stuttgart/Heilbronn. Mit der Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung für Connaix haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (beide Grüne) am Mittwoch, 28. Januar, in der Villa Reitzenstein den Startschuss für ein landesweites Graduierten- und Forschungszentrum für angewandte Künstliche Intelligenz gegeben.

Neues Zentrum für KI-Nachwuchs

Mit der „Research School for Applied AI“ mit Sitz in Heilbronn schafft die Landesregierung eine neue Struktur zur Qualifizierung von Nachwuchstalenten in der angewandten KI. Damit reagiert das Land auf den wachsenden Bedarf an anwendungsnaher KI-Forschung und an Fachkräften für Wirtschaft und Verwaltung.

Ministerpräsident Kretschmann sprach von einer „sehr guten Nachricht für Baden-Württemberg“ und verwies auf den dringenden Bedarf an „exzellent ausgebildeten KI-Expertinnen und -Experten“ in zentralen Zukunftstechnologien wie KI, Robotik, Chipdesign und Cybersicherheit. Connaix bringe KI-Forschung und Ingenieurwissenschaften zusammen und fördere KI-Talente für Wissenschaft und Wirtschaft, so der Ministerpräsident weiter. „Das stärkt Baden-Württemberg als Land der Tüftler und Denker und als einen der führenden KI-Standorte in Europa.“

KI-Spitzentalente durch Kooperation

Träger des Zentrums sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie die Universitäten Stuttgart und Tübingen. Die beteiligten Hochschulen bündeln damit ihre Stärken in der Spitzenforschung und bringen ihre Expertise in Informatik, Ingenieurwissenschaften und der KI-Grundlagenforschung ein. Dabei profitieren sie auch von ihren internationalen Netzwerken.

Gesteuert werden soll Connaix durch einen Aufsichtsrat aus Mitgliedern der Trägerhochschulen und des Wissenschaftsministeriums. Ein international besetzter wissenschaftlich-strategischer Beirat soll die inhaltliche Ausrichtung begleiten.

Olschowski nannte es ein „starkes Signal“, dass die drei Landesuniversitäten eng mit Unternehmen und Start-ups zusammenarbeiten, um mit maßgeschneiderten Karrierewegen KI-Spitzentalente auf höchstem Niveau zu qualifizieren. Angesichts des harten internationalen Wettbewerbs im Bereich KI komme es auf schnelle Ergebnisse an, betonte die Ministerin. Gleichzeitig sei es wichtig, „agil auf die Bedürfnisse der Wirtschaft reagieren zu können“.

Die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit und des Transfers hob auch Gunther Friedl, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, hervor. „Mit Connaix schaffen wir in Heilbronn einen einzigartigen Ort, an dem akademische Exzellenz auf reale industrielle Herausforderungen trifft“, sagte Friedl. Promovierende sollen nach Darstellung der Stiftung direkten Zugang zum Heilbronner KI-Ökosystem erhalten – „ vom Ipai (Innovationspark Künstliche Intelligenz) über die Campus Founders bis hin zu Weltmarktführern“. Ziel sei ein Umfeld, in dem KI-Lösungen unter Praxisbedingungen erprobt und schneller in die Anwendung gebracht werden können.

Jährliche Förderung mit rund 30 Millionen Euro

Das Land plant, Connaix im Vollausbau ab 2029 jährlich mit rund 30 Millionen Euro zu fördern. Vorgesehen sind bis zu zehn Professuren sowie rund 60 internationale Promovierende und 20 Postdoktoranden. Zusätzlich unterstützt die Dieter Schwarz Stiftung das Land und die beteiligten Universitäten durch die Bereitstellung von Flächen und Infrastruktur am Standort Heilbronn.

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