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Glosse

Danke Cem – für die Nachhilfe in Gelassenheit

Baden-Württembergs neuer Ministerpräsident will niemanden anzeigen, der ihn der Lüge bezichtigt. Anatolische Schwaben sind eben härter im Nehmen als zartbesaitete Sauerländer, glossiert Jürgen Schmidt.
Menschen bei einer Veranstaltung trinken Weißwein aus Weingläsern.

Gleichklang beim Weintrinken (hier bei der Stallwächterparty 2023 in Berlin) aber nicht, wenn es ums Beleidigtwerden geht: Friedrich Merz (links) und Cem Özedmir.

dpa/Marc Vorwerk/SULUPRESS.DE)

Lügenfritz, Lackaffe! Dürfen wir das sagen oder schreiben? Ja, wenn wir nicht sagen, wen wir damit meinen und sicherheitshalber betonen, dass wir damit keinesfalls einen 70-jährigen Sauerländer gemeint haben, dessen Name in diesem Zusammenhang vorsichtshalber nicht genannt werden darf.

Lügencem? Das geht, wie unser neuer Ministerpräsident in dieser Woche verkündet hat. Wegen Lügenfritz will er niemanden anzeigen, wegen Lügencem sicher auch nicht. Allerdings wäre es derzeit noch als falsche Tatsachenbehauptung einklagbar. Denn bisher hat Özdemir zu wenig versprochen, als dass man ihn schon der Lüge bezichtigen könnte.

Anatolischer Schwabe ist hart im Nehmen

Rein menschlich aber ist die Sache klar. Ein anatolischer Schwabe ist eben deutlich härter im Nehmen als ein zartbesaiteter Sauerländer.

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