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Eckgespräch

Eine Chance für die Faxe

Die Versteigerung von beschlagnahmten Autos und -uhren hat der Justiz und damit dem Land überraschend viel Geld eingebracht. Was ließe sich in Zeiten knapper öffentlicher Kassen noch alles an Sammler losschlagen?

Auch mit Faxgeräten aus Behörden könnte das Land möglicherweise das Intersse von Sammlern wecken. Das wäre vielleicht eine kleine Einnahmequelle in finanzpolitisch schwierigen Zeiten.

Imago//Imaginechina-Tuchong)

Konsumzurückhaltung? Gibt es nicht, zumindest bei Sammlern oder solchen, die es werden wollen. Das hat dem Land bei der Justizauktion am Samstag im Mercedes-Benz-Museum 2,1 Millionen Euro Erlös eingebracht, mehr als die Behörden erwartet hatten.

Dass ein fast neuer Lamborghini, von dem nur 250 Stück gebaut wurden, für mehr als 700.000 Euro unter den Hammer kommt, ist nicht verwunderlich. Doch wenn für einen gebrauchten VW Polo 19.000 Euro geboten werden, steht der Nicht-Sammler verblüfft davor. Denn erstens gilt der Bonsai-Volkswagen nicht gerade als rollende Rarität und ist außerdem neu schon ab 20.000 Euro zu haben.

Gibt es noch ausgediente Landesvater-Möbel zum Versteigern?

Dem Land könnten solche überraschenden Verkaufserfolge vielleicht eine neue Einnahmequelle erschließen in finanzpolitisch schwierigen Zeiten. Möglicherweise finden sich im künftigen Zuhause von Cem Özdemir noch ein paar Möbel früherer Ministerpräsidenten, die sich per Versteigerung zu Geld machen lassen.

Und in Gesundheitsämtern und anderen Behörden lagert möglicherweise ein Schatz für Sammler: alte Faxgeräte , ohne die das Land die Corona-Pandemie nie bewältigt hätte.

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